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Leppin, Volker

Ruhen in Gott

Eine Geschichte der christlichen Mystik

Griechische Mönche gelangten durch Askese zur Ruhe in Gott, Bernhard von Clairvaux ließ sich vom Gekreuzigten umarmen, und Mechthild von Magdeburg gab sich ihrem Bräutigam Christus hin. Volker Leppin erzählt die Geschichte der christlichen Mystik ganz neu, indem er die Mystik, verstanden als die Suche nach der unmittelbaren Nähe Gottes, im Zentrum des Christentums verortet – und nicht an seinen Rändern. Seine souveräne, meisterhaft geschriebene Darstellung bietet damit zugleich einen frischen Blick auf das Christentum insgesamt, das bis heute die Mystik als treibende Kraft braucht.

Mystikerinnen und Mystiker fühlten sich Gott so nah, dass Unterschiede zwischen Klerikern und Laien, Männern und Frauen für sie hinfällig wurden. Oft hing es von Zufällen ab, ob sie deshalb als Reformer und Erleuchtete verehrt wurden wie Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen oder in Ketzereiverdacht gerieten wie Marguerite Porete und Meister Eckhart. Volker Leppin zeigt in seiner glänzenden Darstellung, wie die frühchristliche Lehre in Verbindung mit der platonischen Philosophie mystische Weltbilder und Heilswege geformt hat, die zum Kern orthodoxer Spiritualität wurden, im Westen aber hoch umstritten blieben, auch im Protestantismus. Dass die Mystik im 19. und 20. Jahrhundert für antimoderne Ideologien eingespannt wurde, hat sie erneut suspekt gemacht. Doch die Frage nach Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen und eine wachsende Distanz zur Kirche zeigen, dass Mystik für das Christentum gerade in der Moderne überlebenswichtig ist.

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Bibliografie

978-3-406-77375-4

Auch als E-Book im PDF- oder ePUB-Format erhältlich!

Erschienen am 26. August 2021

476 S., mit 17 farbigen Abbildungen

Hardcover

Hardcover 32,00 € Kaufen
e-Book 24,99 € Kaufen
Inhalt
Einleitung: Was ist christliche Mystik?

1. «Christus in mir»: Das vorweggenommene Ende
2. Gegenwelten
3. Den Geist einfangen
4. Neue Eliten
5. Das lateinische Mittelalter gewinnt Gestalt
6. Christus macht der Seele den Hof
7. Geliebt an Seele und Leib
8. Mystik und Wissenschaft: Zwei Welten in einer
9. Gottesgeburt in der Seele
10. Askese im Alltag
11. Eine neue Kirche bauen
12. Ortlos am Rande der Konfessionen
13. Gottes Nähe in allen Sinnen
14. Die Stillen im Lande
15. Zwischen den Zeiten
16. Über alle Grenzen hinaus

Epilog: Was bleibt

Anhang
Dank
Abkürzungen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein fesselnd geschriebenes Buch (…) Wer Interesse am Thema hat, sollte dieses Buch lesen."

die Kirche, Christoph Markschies



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}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-77375-4

Erschienen am 26. August 2021

476 S., mit 17 farbigen Abbildungen

Hardcover

Hardcover 32,00 € Kaufen
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Leppin, Volker

Ruhen in Gott

Eine Geschichte der christlichen Mystik

Griechische Mönche gelangten durch Askese zur Ruhe in Gott, Bernhard von Clairvaux ließ sich vom Gekreuzigten umarmen, und Mechthild von Magdeburg gab sich ihrem Bräutigam Christus hin. Volker Leppin erzählt die Geschichte der christlichen Mystik ganz neu, indem er die Mystik, verstanden als die Suche nach der unmittelbaren Nähe Gottes, im Zentrum des Christentums verortet – und nicht an seinen Rändern. Seine souveräne, meisterhaft geschriebene Darstellung bietet damit zugleich einen frischen Blick auf das Christentum insgesamt, das bis heute die Mystik als treibende Kraft braucht.

Mystikerinnen und Mystiker fühlten sich Gott so nah, dass Unterschiede zwischen Klerikern und Laien, Männern und Frauen für sie hinfällig wurden. Oft hing es von Zufällen ab, ob sie deshalb als Reformer und Erleuchtete verehrt wurden wie Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen oder in Ketzereiverdacht gerieten wie Marguerite Porete und Meister Eckhart. Volker Leppin zeigt in seiner glänzenden Darstellung, wie die frühchristliche Lehre in Verbindung mit der platonischen Philosophie mystische Weltbilder und Heilswege geformt hat, die zum Kern orthodoxer Spiritualität wurden, im Westen aber hoch umstritten blieben, auch im Protestantismus. Dass die Mystik im 19. und 20. Jahrhundert für antimoderne Ideologien eingespannt wurde, hat sie erneut suspekt gemacht. Doch die Frage nach Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen und eine wachsende Distanz zur Kirche zeigen, dass Mystik für das Christentum gerade in der Moderne überlebenswichtig ist.
Webcode: https://www.chbeck.de/32350856

Inhalt

Einleitung: Was ist christliche Mystik?

1. «Christus in mir»: Das vorweggenommene Ende
2. Gegenwelten
3. Den Geist einfangen
4. Neue Eliten
5. Das lateinische Mittelalter gewinnt Gestalt
6. Christus macht der Seele den Hof
7. Geliebt an Seele und Leib
8. Mystik und Wissenschaft: Zwei Welten in einer
9. Gottesgeburt in der Seele
10. Askese im Alltag
11. Eine neue Kirche bauen
12. Ortlos am Rande der Konfessionen
13. Gottes Nähe in allen Sinnen
14. Die Stillen im Lande
15. Zwischen den Zeiten
16. Über alle Grenzen hinaus

Epilog: Was bleibt

Anhang
Dank
Abkürzungen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
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"Ein fesselnd geschriebenes Buch (…) Wer Interesse am Thema hat, sollte dieses Buch lesen."

die Kirche, Christoph Markschies