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Dalos, György

Der Vorhang geht auf

Das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.

Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Václav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz – diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie „Systemwechsel“, „Wende“ oder auch „Revolution“ – in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.
Von György Dalos. Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.

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Bibliografie

978-3-406-60714-1

Erschienen am 14. April 2010

272 S.

Softcover

Broschur 12,95 € Kaufen
Inhalt
Staatsbegräbnis und Trauergäste
Ein spätsowjetisches Gruppenbild

Polen: Die Tafelrunde der Erzfeinde

Ungarn: Der gemütliche Weltuntergang

DDR: Demokratie zwischen Spaltung und Einheit

Bulgarien: Echter Kollaps, imitierte Revolution

CSSR: Revolte mit Samthandschuhen

Rumänien: Revolution bei Grabeskälte

Die Befreiung der Sowjetunion von ihren Satelliten
Eine Utopie

Danksagung

Quellen

Zeittafel

Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Neben den Erzähler, den Satiriker, den Verfasser schlitzohriger Essays, als den ihn auch die Leser der Süddeutschen Zeitung kennen, trat in den vergangenen Jahren immer deutlicher der Historiker. Früh hatte Dalos über den ‘Archipel Gulasch’ (1986) und die Entstehung einer demokratischen Opposition in Ungarn geschrieben, nach dem Umbruchsjahr 1989 bald auch das ‘Ende des Ostblockwitzes’ (1993) konstatieren müssen. Seine Bücher über die Geschichte Ungarn (‘Ungarn in der Nussschale’, 2004, ‘1956. Der Aufstand in Ungarn’, 2006) bestechen durch einen unsentimentalen Ton und gerechte, nicht ausgewogene Urteile. (...) Seine oft ernüchternde, immer freie Darstellung überragt andere Bücher über ‘1989’ um Längen."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2010



"Ein melancholischer Ton ist unüberhörbar. Er gehört, neben der Ironie, zur ungarischen Grundstimmung, wie Dalos sie in seinen Essays herausarbeitet. In keinem Land Europas gab es in den siebziger und achtziger Jahren eine höhere Selbstmordrate, schreibt er. Aus solchen Fakten gewinnt er seine Erkenntnisse. Das Kapitel über Polen in seinem die Länder Osteuropas vergleichenden Buch über das Jahr 1989 konnte er nicht schreiben, bevor er nicht wusste, wie der Runde Tisch aussah und wer diese Möbelstück getischlert hat. Die Freude am sprechenden Detail, das Interesse für das alltägliche Leben sind es, die seine Bücher so lesenswert machen."
Jörg Magenau, Der Tagesspiegel, Sonderseiten zur Leipziger Buchmesse 2010, 17. März 2010



"Wer seine Bücher nicht kennt, der hat etwas verpasst. (...) Nicht nur beeindruckt Dalos’ reflexive Vorsicht, sondern er überzeugt auch durch seine begriffliche Schärfe. Was war es nun für ein Stück, das Ende der achtziger Jahre geboten wurde? (...) Die immer wieder aufflammenden Spitzeldebatten verdrängen den historischen Sinn und das gesellschaftliche Gespür, die nötig wären, um die menschliche Dimension dieses Systemwechsels zu begreifen. Wer das möchte, der muss doch Dalos gelesen haben – seine Romane ebenso wie dieses als Sachbuch daherkommende Kunstwerk."
Detlev Claussen, Die Zeit, 2. April 2009



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Bibliografie

978-3-406-60714-1

Erschienen am 14. April 2010

272 S.

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen

Dalos, György

Der Vorhang geht auf

Das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.

Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Václav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz – diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern Namen wie „Systemwechsel“, „Wende“ oder auch „Revolution“ – in jedem Fall leitete sie einen Prozeß ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen europäischen Selbstverständnis führte.
Von György Dalos. Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla.
Webcode: https://www.chbeck.de/792844

Inhalt

Staatsbegräbnis und Trauergäste
Ein spätsowjetisches Gruppenbild

Polen: Die Tafelrunde der Erzfeinde

Ungarn: Der gemütliche Weltuntergang

DDR: Demokratie zwischen Spaltung und Einheit

Bulgarien: Echter Kollaps, imitierte Revolution

CSSR: Revolte mit Samthandschuhen

Rumänien: Revolution bei Grabeskälte

Die Befreiung der Sowjetunion von ihren Satelliten
Eine Utopie

Danksagung

Quellen

Zeittafel

Personenregister

Pressestimmen

"Neben den Erzähler, den Satiriker, den Verfasser schlitzohriger Essays, als den ihn auch die Leser der Süddeutschen Zeitung kennen, trat in den vergangenen Jahren immer deutlicher der Historiker. Früh hatte Dalos über den ‘Archipel Gulasch’ (1986) und die Entstehung einer demokratischen Opposition in Ungarn geschrieben, nach dem Umbruchsjahr 1989 bald auch das ‘Ende des Ostblockwitzes’ (1993) konstatieren müssen. Seine Bücher über die Geschichte Ungarn (‘Ungarn in der Nussschale’, 2004, ‘1956. Der Aufstand in Ungarn’, 2006) bestechen durch einen unsentimentalen Ton und gerechte, nicht ausgewogene Urteile. (...) Seine oft ernüchternde, immer freie Darstellung überragt andere Bücher über ‘1989’ um Längen."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2010


"Ein melancholischer Ton ist unüberhörbar. Er gehört, neben der Ironie, zur ungarischen Grundstimmung, wie Dalos sie in seinen Essays herausarbeitet. In keinem Land Europas gab es in den siebziger und achtziger Jahren eine höhere Selbstmordrate, schreibt er. Aus solchen Fakten gewinnt er seine Erkenntnisse. Das Kapitel über Polen in seinem die Länder Osteuropas vergleichenden Buch über das Jahr 1989 konnte er nicht schreiben, bevor er nicht wusste, wie der Runde Tisch aussah und wer diese Möbelstück getischlert hat. Die Freude am sprechenden Detail, das Interesse für das alltägliche Leben sind es, die seine Bücher so lesenswert machen."
Jörg Magenau, Der Tagesspiegel, Sonderseiten zur Leipziger Buchmesse 2010, 17. März 2010


"Wer seine Bücher nicht kennt, der hat etwas verpasst. (...) Nicht nur beeindruckt Dalos’ reflexive Vorsicht, sondern er überzeugt auch durch seine begriffliche Schärfe. Was war es nun für ein Stück, das Ende der achtziger Jahre geboten wurde? (...) Die immer wieder aufflammenden Spitzeldebatten verdrängen den historischen Sinn und das gesellschaftliche Gespür, die nötig wären, um die menschliche Dimension dieses Systemwechsels zu begreifen. Wer das möchte, der muss doch Dalos gelesen haben – seine Romane ebenso wie dieses als Sachbuch daherkommende Kunstwerk."
Detlev Claussen, Die Zeit, 2. April 2009


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