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Eichenhofer, Eberhard

Geschichte des Sozialstaates in Europa

Von der 'sozialen Frage' bis zur Globalisierung

Die soziale Verpflichtung gegenüber Alten, Kranken und Bedürftigen findet sich in Europa seit dem Mittelalter. Die Industrialisierung brachte die soziale Frage und als Reaktion darauf die Systeme sozialer Sicherung hervor, die sich weltweit durchsetzten.
Eberhard Eichenhofer schildert die Herausbildung des Sozialstaats in Europa und zeigt vor allem, wie sich dieser seit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Europäischen Binnenmarkt veränderte. Er belegt, daß der europäische Sozialstaat inzwischen Wirklichkeit geworden ist – durch zwischenstaatliche Verflechtung der Sozialleistungssysteme, soziale Grundrechte, Beschäftigungspolitik, Kampf gegen Diskriminierungen und manches mehr.

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Bibliografie

978-3-406-54789-8

Erschienen am 15. August 2007

219 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 12,95 € Kaufen
Inhalt
Abkürzungsverzeichnis
Vorwort
Einleitung

I. Entstehung des Sozialstaats in Europa
1. Christliche Wurzeln

2. Wohlfahrt der Frühen Neuzeit
a) Städtische Armenfürsorge
b) Schutz von Militärs
c) Schutz der Meister, Gesellen und Lehrlinge durch die Zünfte

3. Industrialisierung, bürgerliche Gesellschaft und sozialstaatliche Fundierung
a) Sozialpolitik und öffentliche Ordnung
b) Soziale Frage und liberale Gesellschaft
c) Sozialstaat als Antwort

4. Sozialstaat – Hervorbringung Europas

II. Sozialstaat und soziale Frage im Zeitalter des Nationalstaats
1. Britischer Zugang zum Wohlfahrtsstaat
a) Lohnarbeit – Auslöserin der sozialen Frage
b) Selbsthilfe der Arbeiterschaft und Gewerkschaften
c) Entstehung und Entfaltung des britischen Wohlfahrtsstaates

2. Nordischer Wohlfahrtsstaat
a) Basis und Leitbild
b) Der nordische Wohlfahrtsstaat – ein Nachkriegsphänomen
c) Strukturwandel des nordischen Wohlfahrtsstaates

3. Europas Wohlfahrtskorporatismus
a) Deutschland
b) Donaumonarchie und deren Nachfolgestaaten
c) Frankreich
d) Italien

4. Drei Welten des Sozialstaats in Europa

III. Europäisierung von Sozialpolitik
1. Vision Europa

2. Verhaltener Anfang – Koordinierung und Institutionenbildung
a) Gründerjahre
b) Ausrichtung auf das soziale Europa
c) Europäische Sozialpolitik seit der Beschäftigungskrise

3. Sozialpolitische Abstützung des Binnenmarkts
a) Der Binnenmarkt
b) Erste Aktionen für den Binnenmarkt
c) Ratstagungen von Straßburg (1989) und Maastricht (1991)

4. Sozialpolitik in geteilter Zuständigkeit und gemeinsamer Verantwortung
a) Sozialpolitischer Gehalt der Gemeinschaft
b) Neue sozialpolitische Zuständigkeiten
c) EU-Verfassungsgebung

5. Ein Europäisches Sozialmodell?

IV. Auf dem Weg zum Sozialstaat in Europa
1. Europäisches koordinierendes Sozialrecht
a) Einheitliche Kollisionsnormen
b) Überwindung territorialer Beschränkungen
c) Zwischenstaatliche Koordination – ein großer unmerklicher Erfolg europäischer Integration

2. Verfassungsgebung
a) Soziale Werte und Ziele der EU
b) Sozialpolitische Zuständigkeiten
c) Soziale Grundrechte in Charta und Verfassung
d) Was wird aus der Verfassung?

3. Offene Methode der Koordinierung und sozialer Schutz

4. Kampf gegen Diskriminierung

5. Sozialer Dialog

6. Europäisierung sozialer Sicherheit nimmt Gestalt an!
a) Sozialpolitik ist endgültig zum EU-Thema geworden
b) Konvergenz der Sozialstaatsmodelle
c) Herausbildung eines Europäischen Sozialmodells?

V. Europas sozialpolitische Zukunft
1. Herausforderungen an den Sozialstaat und EU-Antworten
a) Umrisse Europäischer Sozialpolitik
b) Beschäftigung
c) Sozialer Schutz
d) Dienstleistungen

2. Aktivierender Wohlfahrtsstaat: Leitbild der EU-Sozialpolitik
a) Fügen sich die Einzelvorschläge zum Gesamtbild?
b) Die erste Botschaft: Risiken und Notlagen sind gestaltbar!
c) Die zweite Botschaft: Kooperation von Sozialverwaltung und Sozialleistungsberechtigten ist nötig!
d) Vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft; von der Verteilungs- zur Teilhabegerechtigkeit

3. Sozialpolitisches Zusammenwachsen von EU und Mitgliedstaaten
a) Privatisierung heißt Europäisierung sozialen Schutzes
b) Mitgliedstaaten – von einst souveränen zu rechtlich gebundenen Akteuren
c) Europäischer Sozialraum und Europäisches Sozialmodell

Schlussbetrachtung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Sachregister

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54789-8

Erschienen am 15. August 2007

219 S.

Softcover

Softcover 12,95 € Kaufen

Eichenhofer, Eberhard

Geschichte des Sozialstaates in Europa

Von der 'sozialen Frage' bis zur Globalisierung

Die soziale Verpflichtung gegenüber Alten, Kranken und Bedürftigen findet sich in Europa seit dem Mittelalter. Die Industrialisierung brachte die soziale Frage und als Reaktion darauf die Systeme sozialer Sicherung hervor, die sich weltweit durchsetzten.
Eberhard Eichenhofer schildert die Herausbildung des Sozialstaats in Europa und zeigt vor allem, wie sich dieser seit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Europäischen Binnenmarkt veränderte. Er belegt, daß der europäische Sozialstaat inzwischen Wirklichkeit geworden ist – durch zwischenstaatliche Verflechtung der Sozialleistungssysteme, soziale Grundrechte, Beschäftigungspolitik, Kampf gegen Diskriminierungen und manches mehr.
Webcode: https://www.chbeck.de/20983

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis
Vorwort
Einleitung

I. Entstehung des Sozialstaats in Europa
1. Christliche Wurzeln

2. Wohlfahrt der Frühen Neuzeit
a) Städtische Armenfürsorge
b) Schutz von Militärs
c) Schutz der Meister, Gesellen und Lehrlinge durch die Zünfte

3. Industrialisierung, bürgerliche Gesellschaft und sozialstaatliche Fundierung
a) Sozialpolitik und öffentliche Ordnung
b) Soziale Frage und liberale Gesellschaft
c) Sozialstaat als Antwort

4. Sozialstaat – Hervorbringung Europas

II. Sozialstaat und soziale Frage im Zeitalter des Nationalstaats
1. Britischer Zugang zum Wohlfahrtsstaat
a) Lohnarbeit – Auslöserin der sozialen Frage
b) Selbsthilfe der Arbeiterschaft und Gewerkschaften
c) Entstehung und Entfaltung des britischen Wohlfahrtsstaates

2. Nordischer Wohlfahrtsstaat
a) Basis und Leitbild
b) Der nordische Wohlfahrtsstaat – ein Nachkriegsphänomen
c) Strukturwandel des nordischen Wohlfahrtsstaates

3. Europas Wohlfahrtskorporatismus
a) Deutschland
b) Donaumonarchie und deren Nachfolgestaaten
c) Frankreich
d) Italien

4. Drei Welten des Sozialstaats in Europa

III. Europäisierung von Sozialpolitik
1. Vision Europa

2. Verhaltener Anfang – Koordinierung und Institutionenbildung
a) Gründerjahre
b) Ausrichtung auf das soziale Europa
c) Europäische Sozialpolitik seit der Beschäftigungskrise

3. Sozialpolitische Abstützung des Binnenmarkts
a) Der Binnenmarkt
b) Erste Aktionen für den Binnenmarkt
c) Ratstagungen von Straßburg (1989) und Maastricht (1991)

4. Sozialpolitik in geteilter Zuständigkeit und gemeinsamer Verantwortung
a) Sozialpolitischer Gehalt der Gemeinschaft
b) Neue sozialpolitische Zuständigkeiten
c) EU-Verfassungsgebung

5. Ein Europäisches Sozialmodell?

IV. Auf dem Weg zum Sozialstaat in Europa
1. Europäisches koordinierendes Sozialrecht
a) Einheitliche Kollisionsnormen
b) Überwindung territorialer Beschränkungen
c) Zwischenstaatliche Koordination – ein großer unmerklicher Erfolg europäischer Integration

2. Verfassungsgebung
a) Soziale Werte und Ziele der EU
b) Sozialpolitische Zuständigkeiten
c) Soziale Grundrechte in Charta und Verfassung
d) Was wird aus der Verfassung?

3. Offene Methode der Koordinierung und sozialer Schutz

4. Kampf gegen Diskriminierung

5. Sozialer Dialog

6. Europäisierung sozialer Sicherheit nimmt Gestalt an!
a) Sozialpolitik ist endgültig zum EU-Thema geworden
b) Konvergenz der Sozialstaatsmodelle
c) Herausbildung eines Europäischen Sozialmodells?

V. Europas sozialpolitische Zukunft
1. Herausforderungen an den Sozialstaat und EU-Antworten
a) Umrisse Europäischer Sozialpolitik
b) Beschäftigung
c) Sozialer Schutz
d) Dienstleistungen

2. Aktivierender Wohlfahrtsstaat: Leitbild der EU-Sozialpolitik
a) Fügen sich die Einzelvorschläge zum Gesamtbild?
b) Die erste Botschaft: Risiken und Notlagen sind gestaltbar!
c) Die zweite Botschaft: Kooperation von Sozialverwaltung und Sozialleistungsberechtigten ist nötig!
d) Vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft; von der Verteilungs- zur Teilhabegerechtigkeit

3. Sozialpolitisches Zusammenwachsen von EU und Mitgliedstaaten
a) Privatisierung heißt Europäisierung sozialen Schutzes
b) Mitgliedstaaten – von einst souveränen zu rechtlich gebundenen Akteuren
c) Europäischer Sozialraum und Europäisches Sozialmodell

Schlussbetrachtung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Sachregister