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Bleutge, Nico

Drei Fliegen

Über Gedichte

Kann man an der Zimmerdecke schlafen? Kann man unter die Tapete gehen? Nur Gedichte können so etwas, denke ich. Mich hier und zugleich dort sein lassen. Die Sprache dehnen, ohne daß es auch nur im mindesten gedehnt aussehen würde. Mich anregen, vorbehaltlos in die Verse einzutauchen, von mir abzusehen, für Momente jedenfalls. Selbstvergessenheit. Nachdenken. Die Lust des Staunens.

Manchmal genügt der eigene Schreibtisch. Ein Blick auf Zettel, Stifte, die Maserung des Holzes - und schon nehmen die Assoziationen ihren Lauf. Nico Bleutge tastet der Bedeutung von Wörtern und historischen Schichten nach. Seine Sätze schenken uns überraschende Verbindungen und machen etwas spürbar von der Lust der Wiederholung. Ob es sich um ein Gedicht von Elizabeth Bishop handelt, ein Bild des niederländischen Malers Jacques de Gheyn II. oder einen Gedächtnissplitter aus der Kindheit - stets verknüpft er den genauen Leseblick des Dichters mit autobiografischenen Erkundungen und Reflexionen über Erinnerung und Sprache. In seinen Essays und Skizzen taucht Bleutge in die Sprachwelten anderer Dichterinnen und Dichter ein und bringt dabei zugleich Gedanken über das eigene Schreiben an die Oberfläche. Hier lauscht er den morgendlichen Fliegen am Fenster, vertraut der Kraft der Imagination und wird am Ende selbst zur Fliege. Dort versucht er dem Staunen der Tiere auf die Spur zu kommen. So wie Tiere immer ein Moment des Anderen, des Ungleichen an sich haben, suchen diese Texte nach dem Geheimnis der Phänomene, drehen das scheinbar Bekannte, um es uns neu sehen zu lassen.

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Bibliografie

978-3-406-75533-0

Erschienen am 17. September 2020

mit Extrazettel, 2020

327 S.

Hardcover

Hardcover 24,00 € Kaufen
e-Book 17,99 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Einfühlsame und konzentrierte Lektüren."

Süddeutsche Zeitung



"Ein hellwacher, präzisebeobachtender Augen-Mensch."
Der Tagesspeigel, Michael Braun



"Nico Bleutges Essays über Gedichte sind voller Überraschungen, bieten weite Aus- und kluge Einsichten. Dabei sind sie bescheiden im Ton und reich in der Wirkung, nie auftrumpfend, aber immer anregend.“ 

SWR 2, Jörg Magenau



"In ihrer Klarheit und Genauigkeit sind Bleutges GedichteTalismane gegen ein Abstumpfen der Sinne und jeglichen Alltagssprachbrei."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beate Tröger



"Die Welt als das wahrzunehmen, was sie im Inneren sei: ein Schwanken. Und die Signaturen der Zeit als "Gewebe von Versträhnungen und Verknotungen" ins Gedicht übersetzen. Solche grundlegenden Gedanken machen "Drei Fliegen" zu einer klugen Schule des Lyriklesens." 

WDR 3, Insa Wilke



"Nico Bleutge ist einer der bedeutendsten gegenwärtigen Lyriker deutscher Sprache und zugleich der vermittelndste Rezensent von Gedichtbänden in vielen wichtigen Zeitungen. (…) da wir nicht alle dichten können, tut es wohl, sich von einem wie ihm, der es wahrlich kann, zur Welt- und Literaturwahrnehmung begleiten zu lassen.“

Die Presse



"‘Drei Fliegen‘ ist voller Epiphanien, die ansteckend wirken können.“ 

Berliner Zeitung, Judith von Sternburg



"Ein Buch, in dem man denkend unterwegs sein kann mit Nico Bleutge.“ 

rbb, Jörg Magenau



"Wunderbares Buch (…) Bleutge schreibt nicht nur ungeheuer sinnliche (…) Verse, sondern macht auch in seinen essayistischen Texten eindringlich spürbar, dass dieses Verseschmieden mehr als nur ein Handwerk ist." 

Wiener Zeitung, Andreas Wirthensohn



"Von Anfang an ist Nico Bleutge aufgefallen als feinsinniger, behutsamer Autor, der sehr individuell über Natur, über Stimmungen und Erinnerungen schreiben kann.“

NDR Kultur



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-75533-0

Erschienen am 17. September 2020

mit Extrazettel , 2020

327 S.

Hardcover

Hardcover 24,00 € Kaufen
e-Book 17,99 € Kaufen

Bleutge, Nico

Drei Fliegen

Über Gedichte

Kann man an der Zimmerdecke schlafen? Kann man unter die Tapete gehen? Nur Gedichte können so etwas, denke ich. Mich hier und zugleich dort sein lassen. Die Sprache dehnen, ohne daß es auch nur im mindesten gedehnt aussehen würde. Mich anregen, vorbehaltlos in die Verse einzutauchen, von mir abzusehen, für Momente jedenfalls. Selbstvergessenheit. Nachdenken. Die Lust des Staunens.

Manchmal genügt der eigene Schreibtisch. Ein Blick auf Zettel, Stifte, die Maserung des Holzes - und schon nehmen die Assoziationen ihren Lauf. Nico Bleutge tastet der Bedeutung von Wörtern und historischen Schichten nach. Seine Sätze schenken uns überraschende Verbindungen und machen etwas spürbar von der Lust der Wiederholung. Ob es sich um ein Gedicht von Elizabeth Bishop handelt, ein Bild des niederländischen Malers Jacques de Gheyn II. oder einen Gedächtnissplitter aus der Kindheit - stets verknüpft er den genauen Leseblick des Dichters mit autobiografischenen Erkundungen und Reflexionen über Erinnerung und Sprache. In seinen Essays und Skizzen taucht Bleutge in die Sprachwelten anderer Dichterinnen und Dichter ein und bringt dabei zugleich Gedanken über das eigene Schreiben an die Oberfläche. Hier lauscht er den morgendlichen Fliegen am Fenster, vertraut der Kraft der Imagination und wird am Ende selbst zur Fliege. Dort versucht er dem Staunen der Tiere auf die Spur zu kommen. So wie Tiere immer ein Moment des Anderen, des Ungleichen an sich haben, suchen diese Texte nach dem Geheimnis der Phänomene, drehen das scheinbar Bekannte, um es uns neu sehen zu lassen.
Webcode: https://www.chbeck.de/30927496

Pressestimmen

"Einfühlsame und konzentrierte Lektüren."

Süddeutsche Zeitung


"Ein hellwacher, präzisebeobachtender Augen-Mensch."
Der Tagesspeigel, Michael Braun


"Nico Bleutges Essays über Gedichte sind voller Überraschungen, bieten weite Aus- und kluge Einsichten. Dabei sind sie bescheiden im Ton und reich in der Wirkung, nie auftrumpfend, aber immer anregend.“ 

SWR 2, Jörg Magenau


"In ihrer Klarheit und Genauigkeit sind Bleutges GedichteTalismane gegen ein Abstumpfen der Sinne und jeglichen Alltagssprachbrei."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beate Tröger


"Die Welt als das wahrzunehmen, was sie im Inneren sei: ein Schwanken. Und die Signaturen der Zeit als "Gewebe von Versträhnungen und Verknotungen" ins Gedicht übersetzen. Solche grundlegenden Gedanken machen "Drei Fliegen" zu einer klugen Schule des Lyriklesens." 

WDR 3, Insa Wilke


"Nico Bleutge ist einer der bedeutendsten gegenwärtigen Lyriker deutscher Sprache und zugleich der vermittelndste Rezensent von Gedichtbänden in vielen wichtigen Zeitungen. (…) da wir nicht alle dichten können, tut es wohl, sich von einem wie ihm, der es wahrlich kann, zur Welt- und Literaturwahrnehmung begleiten zu lassen.“

Die Presse


"‘Drei Fliegen‘ ist voller Epiphanien, die ansteckend wirken können.“ 

Berliner Zeitung, Judith von Sternburg


"Ein Buch, in dem man denkend unterwegs sein kann mit Nico Bleutge.“ 

rbb, Jörg Magenau


"Wunderbares Buch (…) Bleutge schreibt nicht nur ungeheuer sinnliche (…) Verse, sondern macht auch in seinen essayistischen Texten eindringlich spürbar, dass dieses Verseschmieden mehr als nur ein Handwerk ist." 

Wiener Zeitung, Andreas Wirthensohn


"Von Anfang an ist Nico Bleutge aufgefallen als feinsinniger, behutsamer Autor, der sehr individuell über Natur, über Stimmungen und Erinnerungen schreiben kann.“

NDR Kultur