Cover: Petersdorff, Dirk von, Wir Kinder der Leichtigkeit

Petersdorff, Dirk von

Wir Kinder der Leichtigkeit

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Petersdorff, Dirk von

Wir Kinder der Leichtigkeit

Unsere Geschichte seit den Siebzigern.

Mit dem Ende der Siebzigerjahre begannen die großen Weltdeutungen zu bröckeln. Der Marxismus, die Erzählung vom Fortschritt durch Naturbeherrschung und andere Fortschrittsideen lösten sich langsam, aber sicher auf. Befreit von derart schweren Überzeugungen entstand ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit, das alles durchdrang. Dirk von Petersdorff erzählt auf zauberhaft anschauliche Weise von diesem Lebensgefühl - und fragt sich, was daraus in der Gegenwart geworden ist.

Mit dem Abschied von den großen Fortschrittsideen brach ab den späten Siebzigerjahren die Zeit einer neuen Leichtigkeit an. Damals wurde nicht nur das Denken unbeschwerter. Es wurden auch Schuhe mit Luftsohle erfunden, schnell und federnd. Statt Rouladen, die mit einem Bindfaden fixiert, mit Klößen und Rotkohl serviert wurden, aß man Salate und Müsli, und Michael Jackson tanzte den Moonwalk. In dieser Zeit ohne feste Gewissheiten entzog sich das Alltagsleben mehr und mehr der Kontrolle, die Grenzen zwischen den Ländern und die Abgrenzungen der Menschen untereinander wurden immer durchlässiger. Doch seit der Jahrtausendwende ist dieses Lebensgefühl in Bedrängnis. Autoritäre Tendenzen und neue Kriege haben zu einer überall spürbaren Verunsicherung geführt. In dieser allgemeinen Haltlosigkeit suchen wir nach sichernden Zusammenhängen. Wie lässt sich die freie Lebensweise fortführen, wie muss sie sich verändern? Dirk von Petersdorff sucht dafürnach Vorbildern in der Gegenwart. Selbst ein Kind der Leichtigkeit, erinnert er sich in seinem wunderbaren Buch an eine Vergangenheit, von der wir uns nur wünschen können, dass sie weiterlebt.

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Inhalt
I Wie eine Sommertour ins Ungeahnte. Von den späten Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende

Das Verblassen der großen Erzählungen
Versteinerte Gesichtszüge
Fortschritt durch Naturbeherrschung
In der Enge des Modernismus
Komm ins Offene, Freund
Im Zeitalter der Differenz
Die neue Leichtigkeit (Schuhe, Ernährung, Tanz)
1989: Mauern können fallen

II Schatten fallen. Von 2001 bis heute

Der Angriff auf die Türme des Westens
Der gute Geist der Kooperation
Die Spiellust der Banker
Fluchtbewegungen
Das Imperium schlägt zurück
Fast alles geschlossen
In Sorge um die Natur
Freiheit und Zugehörigkeit

III Von einer Treppenstufe bis zur Jenseitsreise. Lebensformen der Gegenwart

Ein Platz, so groß wie ein Taschentuch
Auf dem Balkon
Was heißt für dich "Daheim"?
Ein verlorener Sohn, zerzaust im Sonnenuntergang
Harte Resonanz finden
Zum Raum wird hier die Zeit
Eine Struktur, die bis zuletzt trägt
Der Raum nach dem Leben
Ein grünes Zelt


Genutzte und zitierte Literatur
Register
Pressestimmen

Pressestimmen

„Wir haben es mit einem Sachbuch zu tun, aber einem sehr persönlich erzählten ... Auf eine so genannte Weltvernunft ist nicht zu hoffen, aber dieses Buch macht Mut, eine eigene Haltung zu finden.“
BUNTE, Elke Heidenreich



„Ein persönliches und gelehrsames Buch.“
Deutschlandfunk Büchermarkt, Carsten Hueck



„Ein geradezu nostalgisches Unterfangen, das aber glücklicherweise nicht im Anekdotischen hängenbleibt ... Der daraus folgenden Theoriemüdigkeit versucht von Petersdorff - zu seiner Kernkompetenz als Literaturwissenschaftler zurückkehrend - mit dem ‚Schutzraum' der Literatur zu begegnen: mit klugen Interpretationen von Werken von Herta Müller bis Saša Stanišić. Ein spannendes Buch, das sich süffig liest“
FALTER, Kirstin Breitenfellner



„Treffend, stilsicher und anregend beschrieben, dass man bei jedem Satz ausrufen möchte: ‚Ja, genau so war es!' Elegant mischt er im Buch theoretische Überlegungen und Persönliches, um die Entwicklung von der Schwere zur Leichtigkeit zu beschreiben. Köstlich.“
General-Anzeiger Bonn, Regina Krieger



„Eine nuancierte Gesellschaftschronik ... In plastischen Bildern erzählt er vom Bruch mit den großen Fortschrittserzählungen, die für unsere Lebensgrundlage längst zur Bedrohung geworden sind ... ein Plädoyer für eine Zukunft, die in steter Bewegung ist.“
GALORE, Lisa Elsen



„Von Petersdorff reflektiert Wandel und das Ende der großen Erzählungen.“
Thüringer Allgemeine, Karsten Jauch



„Dirk von Petersdorff hat eine kluge Gegenwartsbeschreibung und -analyse mit seinem schmalen Büchlein vorgelegt, in der sich die Reflexion der eigenen intellektuellen Wandlungen wie auch die seiner Generationsgenoss:innen mitvollziehen lässt.“
literaturkritik.de, Werner Jung



„Nuancenreiche Beobachtungen.“
Glanz und Elend, Gregor Keuschnig



„Ein glänzendes Generationenportrait ... anschaulich erzählt an Alltagsdetails von Luftsohlenschuhen über Müsli bis zum Moonwalk.“
musikexpress, Stephan Rehm Rozanes



Veranstaltungen

Veranstaltungen

Heidelberg

13. Juli 2026

18:15 Uhr

Dirk Petersdorff

Wir Kinder der Leichtigkeit

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Dirk von Petersdorff

Veranstaltungsort: Säulensaal des Musikwissenschaftlichen Seminars

Heidelberg , Augustinergasse 7

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-84492-8

Erschienen am 20. Februar 2026

176 S.

Hardcover

Hardcover 23,000 € Kaufen
e-Book 19,990 € Kaufen

Petersdorff, Dirk von

Wir Kinder der Leichtigkeit

Unsere Geschichte seit den Siebzigern

Mit dem Ende der Siebzigerjahre begannen die großen Weltdeutungen zu bröckeln. Der Marxismus, die Erzählung vom Fortschritt durch Naturbeherrschung und andere Fortschrittsideen lösten sich langsam, aber sicher auf. Befreit von derart schweren Überzeugungen entstand ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit, das alles durchdrang. Dirk von Petersdorff erzählt auf zauberhaft anschauliche Weise von diesem Lebensgefühl - und fragt sich, was daraus in der Gegenwart geworden ist.

Mit dem Abschied von den großen Fortschrittsideen brach ab den späten Siebzigerjahren die Zeit einer neuen Leichtigkeit an. Damals wurde nicht nur das Denken unbeschwerter. Es wurden auch Schuhe mit Luftsohle erfunden, schnell und federnd. Statt Rouladen, die mit einem Bindfaden fixiert, mit Klößen und Rotkohl serviert wurden, aß man Salate und Müsli, und Michael Jackson tanzte den Moonwalk. In dieser Zeit ohne feste Gewissheiten entzog sich das Alltagsleben mehr und mehr der Kontrolle, die Grenzen zwischen den Ländern und die Abgrenzungen der Menschen untereinander wurden immer durchlässiger. Doch seit der Jahrtausendwende ist dieses Lebensgefühl in Bedrängnis. Autoritäre Tendenzen und neue Kriege haben zu einer überall spürbaren Verunsicherung geführt. In dieser allgemeinen Haltlosigkeit suchen wir nach sichernden Zusammenhängen. Wie lässt sich die freie Lebensweise fortführen, wie muss sie sich verändern? Dirk von Petersdorff sucht dafürnach Vorbildern in der Gegenwart. Selbst ein Kind der Leichtigkeit, erinnert er sich in seinem wunderbaren Buch an eine Vergangenheit, von der wir uns nur wünschen können, dass sie weiterlebt.
Webcode: /40091807

Inhalt

I Wie eine Sommertour ins Ungeahnte. Von den späten Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende

Das Verblassen der großen Erzählungen
Versteinerte Gesichtszüge
Fortschritt durch Naturbeherrschung
In der Enge des Modernismus
Komm ins Offene, Freund
Im Zeitalter der Differenz
Die neue Leichtigkeit (Schuhe, Ernährung, Tanz)
1989: Mauern können fallen

II Schatten fallen. Von 2001 bis heute

Der Angriff auf die Türme des Westens
Der gute Geist der Kooperation
Die Spiellust der Banker
Fluchtbewegungen
Das Imperium schlägt zurück
Fast alles geschlossen
In Sorge um die Natur
Freiheit und Zugehörigkeit

III Von einer Treppenstufe bis zur Jenseitsreise. Lebensformen der Gegenwart

Ein Platz, so groß wie ein Taschentuch
Auf dem Balkon
Was heißt für dich "Daheim"?
Ein verlorener Sohn, zerzaust im Sonnenuntergang
Harte Resonanz finden
Zum Raum wird hier die Zeit
Eine Struktur, die bis zuletzt trägt
Der Raum nach dem Leben
Ein grünes Zelt


Genutzte und zitierte Literatur
Register

Pressestimmen

„Wir haben es mit einem Sachbuch zu tun, aber einem sehr persönlich erzählten ... Auf eine so genannte Weltvernunft ist nicht zu hoffen, aber dieses Buch macht Mut, eine eigene Haltung zu finden.“
BUNTE, Elke Heidenreich


„Ein persönliches und gelehrsames Buch.“
Deutschlandfunk Büchermarkt, Carsten Hueck


„Ein geradezu nostalgisches Unterfangen, das aber glücklicherweise nicht im Anekdotischen hängenbleibt ... Der daraus folgenden Theoriemüdigkeit versucht von Petersdorff - zu seiner Kernkompetenz als Literaturwissenschaftler zurückkehrend - mit dem ‚Schutzraum' der Literatur zu begegnen: mit klugen Interpretationen von Werken von Herta Müller bis Saša Stanišić. Ein spannendes Buch, das sich süffig liest“
FALTER, Kirstin Breitenfellner


„Treffend, stilsicher und anregend beschrieben, dass man bei jedem Satz ausrufen möchte: ‚Ja, genau so war es!' Elegant mischt er im Buch theoretische Überlegungen und Persönliches, um die Entwicklung von der Schwere zur Leichtigkeit zu beschreiben. Köstlich.“
General-Anzeiger Bonn, Regina Krieger


„Eine nuancierte Gesellschaftschronik ... In plastischen Bildern erzählt er vom Bruch mit den großen Fortschrittserzählungen, die für unsere Lebensgrundlage längst zur Bedrohung geworden sind ... ein Plädoyer für eine Zukunft, die in steter Bewegung ist.“
GALORE, Lisa Elsen


„Von Petersdorff reflektiert Wandel und das Ende der großen Erzählungen.“
Thüringer Allgemeine, Karsten Jauch


„Dirk von Petersdorff hat eine kluge Gegenwartsbeschreibung und -analyse mit seinem schmalen Büchlein vorgelegt, in der sich die Reflexion der eigenen intellektuellen Wandlungen wie auch die seiner Generationsgenoss:innen mitvollziehen lässt.“
literaturkritik.de, Werner Jung


„Nuancenreiche Beobachtungen.“
Glanz und Elend, Gregor Keuschnig


„Ein glänzendes Generationenportrait ... anschaulich erzählt an Alltagsdetails von Luftsohlenschuhen über Müsli bis zum Moonwalk.“
musikexpress, Stephan Rehm Rozanes

Veranstaltungen

Heidelberg

13. Juli 2026

18:15 Uhr

Dirk Petersdorff

Wir Kinder der Leichtigkeit

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Dirk von Petersdorff

Veranstaltungsort: Säulensaal des Musikwissenschaftlichen Seminars

Heidelberg , Augustinergasse 7