Erstes Kapitel
Zur Einführung: Die Zeit ist knapp
Zweites Kapitel
Kurz ist das Leben, lang ist die Kunst
1. Ein geflügelter Aphorismus und die Bewegung der Zeit (Hippokrates, Aristoteles, Theophrast)
2. Philosophisches zur Kürze des Lebens (Seneca)
3. Hauswirtschaft und Zeitwirtschaft (Leon Battista Alberti)
4. Zeiterziehung in London und Paris (Chesterfield, Rilke)
Drittes Kapitel
Hälften des Lebens
1. Auf halbem Lebenswege (Dante, Petrarca, Hölderlin)
2. Verjüngung in Rom – durch Rom (Goethe)
3. Die ärztliche Kunst, das Leben zu verlängern (Hufeland)
4. Ein langes Leben mit Faust (Goethe)
5. Neue Kunst und ein anderes Leben (Vittorio Alfieri, Schiller)
6. Magie und Moden der Lebenszeit (Balzac)
7. Jeder Tag sei ein Sonett (Oscar Wilde)
8. Frühvollendet oder gesegneten Alters (Chatterton, Keats, Benn, Platen, Th. Mann)
9. Kündbare, unkündbare Zeit (Ingeborg Bachmann)
Viertes Kapitel
Knappe Zeit im Diesseits und Jenseits
1. Nur noch eine kleine Weile (Jesus, Paulus)
2. Kostbar ist die Zeit im Jenseits (Dante)
3. Mehr Zeit für eine Neue Welt (Benjamin Franklin)
4. Ein Purgatorium im Diesseits (Max Weber)
5. Revolutionäre Geschichtszeiten, knapp berechnet (Heine, Marx)
Fünftes Kapitel
Kurze und kürzeste Zeiten
1. Zwei Gottheiten der Zeit: Chronos und Kairos (Mythologie, Klassik)
2. Sterne und Stunden (Schiller, Stefan Zweig)
3. Zwischen Austerlitz und Waterloo (Emile Zola)
Sechstes Kapitel
Ökonomie der knappen Zeit
1. Freundschaft auf drei Tage: Gastfreundschaft (Homer, Knigge)
2. Klassik als Ökonomie der Zeit (von Plutarch bis André Gide)
3. Schneller leben, kürzer reden (Jean Paul, Mme de Staël)
Siebtes Kapitel
Das Drama der knappen Zeit
1. Lang ist das Epos, kurz das Drama (Aristoteles)
2. Wie lang sind 24 Stunden? (Corneille)
3. Die Zeit, die aus den Fugen ist (Shakespeare: Hamlet)
4. Saladin lernt, sich Zeit zu nehmen (Lessing: Nathan der Weise)
5. Die Zeit und das Werk (Proust)
Achtes Kapitel
Endlichkeit – Unendlichkeit
1. Neugierde – Wißbegierde – Wissenschaft (von Aristoteles bis Leibniz)
2. Ein Nichts an Zeit für die Ewigkeit (Pascal, Emily Dickinson)
3. Zu wenig Zeit für zu viel Welt (Blumenberg)
4. Knappheitserfahrungen, anthropologisch (Odo Marquard)
Neuntes Kapitel
Mit Fristen und Terminen leben
1. Uhren, Kalender, Terminkalender (Uhrmacher, Kalendermacher)
2. Fristen im Alltag (Tutti, con moto)
3. Fristen im Recht, mit einem kurzen Blick auf die «Fristenlösung» (Zivilrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht)
4. «… aber vorläufig noch nicht» (Heidegger, Marquard)
Zehntes Kapitel
Kurze Geschichten von knappen Fristen
1. Aus Todesfristen knapp gerettet (Tausendundeine Nacht, Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig)
2. Eine Ballade der Freundschaft mit Fristen und Listen (Schiller, Die Bürgschaft)
3. Ein Teufelspakt mit knappen Fristen (Chamisso)
4. Fristenfalle, Fristenfron (Flaubert, Maupassant)
5. Ehrenfristen, preußisch (Theodor Fontane)
6. Ehrenfristen, k. u. k. österreichisch (Arthur Schnitzler)
7. Knappe Zeit für Menschlichkeit (García Márquez: Chronik eines angekündigten Todes) 8. Fünfzehn Minuten Aufschub für den Tod (Blaise Cendrars)
9. Jedermanns letzte Gnadenfrist (Hugo von Hofmannsthal)
10. Kurzes Nachspiel in der Unfallklinik (Tabucchi)
11. Um die Wette um die Welt (Jules Verne: Reise um die Welt in 80 Tagen)
12. Knappe Zeit, komisch (Camoletti: Boeing-Boeing)
13. Zwanzig Minuten Frist und Lola rennt (Tom Tykwer: Lola rennt)
Elftes Kapitel
Epilog zum Sinn der Zeit
Anhang
Anmerkungen
Bibliographische Nachweise
Namenregister
Sachregister
"Harald Weinrich, der Lehrmeister der Zeitphilosophie, hat eine originelle Geschichte der Zeit vorgelegt, für die der Leser allerdings viel von seiner knappen zeit einsetzen muss."
Christine Weber-Herfort, Psychologie heute, Oktober 2008