Cover: Calic, Marie-Janine, Balkan-Odyssee, 1933-1941

Calic, Marie-Janine

Balkan-Odyssee, 1933-1941

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Preis der Leipziger Buchmesse 2026
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Calic, Marie-Janine

Balkan-Odyssee, 1933-1941

Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa.

Der Theaterstar Tilla Durieux, die Schriftsteller Manès Sperber und Ernst Toller, der Dramatiker Franz Theodor Csokor, der Maler Richard Ziegler und viele andere - sie alle flohen vor Hitler nach Südosteuropa und fanden dort Unterschlupf. Doch diese erste Balkanroute ist heute so gut wie vergessen. Marie-Janine Calic ruft sie in Erinnerung und erzählt berührende Geschichten von Mut und Menschlichkeit, von Elend und Verrat, von Rettung und Untergang.

Bei Hitlers Machtübernahme lag der Balkan für viele Verfolgte und Bedrohte "irgendwo da unten". Trotzdem flohen sie nicht nur in den demokratischen Westen und die kommunistische Sowjetunion, sondern auch in den vermeintlich rückständigen Südosten Europas, mindestens 55.000 allein nach Jugoslawien. Unter ihren waren Juden und Nichtjuden, Konservative und Kommunisten, Zionisten und Internationalisten, Widerstandskämpfer und Unpolitische. Die Flucht auf der Balkonroute begann gleich Anfang 1933 mit den ersten Verfolgungswellen der Nationalsozialisten. 1938 ließen der "Anschluss" Österreichs und das Novemberpogrom den Strom der Flüchtenden schlagartig anschwellen, weil kaum noch andere Routen offenstanden. Doch als Italien Ende Oktober 1940 das Königreich Griechenland überfiel und Hitler den Angriff auf die Balkanländer plante, war plötzlich auch dieser letzte Fluchtweg verschlossen. Tausende saßen in der Falle. In der griechischen Sage endete die abenteuerliche Irrfahrt für den Helden glücklich - für viele der Balkan-Flüchtlinge tat sie das nicht.

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Inhalt
Vorwort

FLUCHT
Berlin, 31. März 1933
Heimatlos
Belgrad ruft

IRGENDWO DA UNTEN
«Die Gewährung von Asyl ist unsere Tradition»
Das Klima ändert sich
Zaton Mali: Mikrokosmos des Exils

VERFOLGT UND VERTRIEBEN
Graz und Wien, 12. März 1938
(K)ein Paradies für Juden
«In unserem Staat unerwünscht»
Letzter Ausweg: Albanien!

RETTE SICH, WER KANN
Auf, nach Erez Israel!
«Wir sitzen fest!»

DIE SCHLINGE ZIEHT SICH ZU
Schattenkriege
«Alle Nerven zum Zerreißen gespannt»
Die letzte Partie

«DAS SPIEL IST AUS»
Endstation Enttäuschung
Untergang

Epilog: Was danach geschah


Anhang
Dank
Abkürzungen
Die wichtigsten Personen
Quellen
Literatur
Anmerkungen
Abbildungsnachweis
Personenregister
Karten
Pressestimmen

Pressestimmen

„Vielleicht die beste deutschsprachige Kennerin der Geschichte des Balkans im 20. Jahrhundert.“
SWR Kultur am Abend, Rainer Volk



„Nicht nur ein aufwendig recherchiertes, sondern auch ein gut erzähltes, stellenweise bewegendes Buch.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Michael Martens



„Ein packendes Buch"
OE1 Kontext, Wolfgang Seibel



„Was die Forscherin Marie-Janine Calic unter enormem Rechercheaufwand an Flüchtlingsschicksalen der Nazi-Jahre zusammengetragen hat, stellt die verrufene Weltgegend in ein ganz anderes Licht [...] Der Fokus auf lebendig geschilderte, ergreifende Einzelfälle ist die Stärke des Buches.“
Der Freitag, Norbert Mappes-Niediek



„‘Balkan-Odyssee‘ ist nicht nur ein lesenswertes, sondern auch ein wichtiges Buch. Es erweitert die Perspektive auf die Geschichte des Exils während des Nationalsozialismus und zeigt, dass individuelle Schicksale und historische Kräfte im Südosten Europas noch enger verflochten waren als andernorts.“
Neue Zürcher Zeitung, Florian Keisinger



„Dieses Buch über das Nichtankommen, ist ein glänzendes Beispiel dafür, welche Dringlichkeit Geschichtsschreibung entwickeln kann, wenn sie sich populär-narrativen Formen öffnet.“
Süddeutsche Zeitung, Gerrit ter Horst



„Viele unbekannte Schicksale hat die Autorin in Archiven aufgestöbert und virtuos arrangiert. (...) Ihre packende Inszenierung des Stoffes führt denkbar nah an die lebensbedrohliche Situation der diversen Flüchtlinge heran, ebenso an deren sonnige Momente in den Kaffeehäusern an der kroatischen Adriaküste.“
Die Zeit, Maja Beckers, Alexander Cammann



„Zu Recht lobte die Jury Calics Rechercheleistung, denn die gehört wirklich gewürdigt.“
WELT online, Richard Kämmerlings, Marc Reichwein



„Ein absolut preiswürdiges Werk, eine gute Wahl.“
Süddeutsche Zeitung, Bernhard Heckler



„Es erzählt Migrationsgeschichten, die fast hundert Jahre alt sind, aber Fragen der Gegenwart berühren, die sich seitdem nicht verändert haben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus



„Ein weiteres Buch, das die Flucht vor den Nationalsozialisten in Südosteuropa beleuchtet, gewann nun den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch: In ‚Balkan-Odyssee 1933–1941‘ erzählt Marie-Janine Calic von der ersten Balkanroute.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Tania Martini



„Die literarisch erzählten Lebensgeschichten unterbricht Calic immer wieder, um den historischen Kontext zu erläutern. Selbst das gelingt ihr kompakt, umfassend und unterhaltsam. Dazu sind großartige Fotos abgedruckt“
taz, Doris Akrap



„Mitsamt allen historischen Hintergründen recherchiert, psychologisch plausibel und empathisch erzählt, doch ohne heranschmeißerische Übergriffigkeit.“
Mare, Marko Martin



„Calics Verdienst ist es, mit ihrer Untersuchung das Bild des Fluchtgeschehens aus Hitler-Deutschland ergänzt und komplettiert zu haben.“
Das Parlament, Michael Schmidt



Veranstaltungen

Veranstaltungen

Stuttgart

20. Oktober 2026

18:00 Uhr

Marie-Janine Calic

Balkan-Odyssee, 1933-1941

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Marie-Janine Calic

Es handelt sich um eine Hybrid-Veranstaltung. 

Veranstaltungsort: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Stuttgart , Konrad-Adenauer-Straße 10

Web: Zur Veranstaltungsseite

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-83634-3

Erschienen am 15. Oktober 2025

2. Auflage , 2026

383 S., mit 38 Abbildungen und 2 Karten

Hardcover

Hardcover 28,000 € Kaufen
e-Book 23,990 € Kaufen

Calic, Marie-Janine

Balkan-Odyssee, 1933-1941

Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa

Der Theaterstar Tilla Durieux, die Schriftsteller Manès Sperber und Ernst Toller, der Dramatiker Franz Theodor Csokor, der Maler Richard Ziegler und viele andere - sie alle flohen vor Hitler nach Südosteuropa und fanden dort Unterschlupf. Doch diese erste Balkanroute ist heute so gut wie vergessen. Marie-Janine Calic ruft sie in Erinnerung und erzählt berührende Geschichten von Mut und Menschlichkeit, von Elend und Verrat, von Rettung und Untergang.

Bei Hitlers Machtübernahme lag der Balkan für viele Verfolgte und Bedrohte "irgendwo da unten". Trotzdem flohen sie nicht nur in den demokratischen Westen und die kommunistische Sowjetunion, sondern auch in den vermeintlich rückständigen Südosten Europas, mindestens 55.000 allein nach Jugoslawien. Unter ihren waren Juden und Nichtjuden, Konservative und Kommunisten, Zionisten und Internationalisten, Widerstandskämpfer und Unpolitische. Die Flucht auf der Balkonroute begann gleich Anfang 1933 mit den ersten Verfolgungswellen der Nationalsozialisten. 1938 ließen der "Anschluss" Österreichs und das Novemberpogrom den Strom der Flüchtenden schlagartig anschwellen, weil kaum noch andere Routen offenstanden. Doch als Italien Ende Oktober 1940 das Königreich Griechenland überfiel und Hitler den Angriff auf die Balkanländer plante, war plötzlich auch dieser letzte Fluchtweg verschlossen. Tausende saßen in der Falle. In der griechischen Sage endete die abenteuerliche Irrfahrt für den Helden glücklich - für viele der Balkan-Flüchtlinge tat sie das nicht.
Webcode: /38770027

Inhalt

Vorwort

FLUCHT
Berlin, 31. März 1933
Heimatlos
Belgrad ruft

IRGENDWO DA UNTEN
«Die Gewährung von Asyl ist unsere Tradition»
Das Klima ändert sich
Zaton Mali: Mikrokosmos des Exils

VERFOLGT UND VERTRIEBEN
Graz und Wien, 12. März 1938
(K)ein Paradies für Juden
«In unserem Staat unerwünscht»
Letzter Ausweg: Albanien!

RETTE SICH, WER KANN
Auf, nach Erez Israel!
«Wir sitzen fest!»

DIE SCHLINGE ZIEHT SICH ZU
Schattenkriege
«Alle Nerven zum Zerreißen gespannt»
Die letzte Partie

«DAS SPIEL IST AUS»
Endstation Enttäuschung
Untergang

Epilog: Was danach geschah


Anhang
Dank
Abkürzungen
Die wichtigsten Personen
Quellen
Literatur
Anmerkungen
Abbildungsnachweis
Personenregister
Karten

Pressestimmen

„Vielleicht die beste deutschsprachige Kennerin der Geschichte des Balkans im 20. Jahrhundert.“
SWR Kultur am Abend, Rainer Volk


„Nicht nur ein aufwendig recherchiertes, sondern auch ein gut erzähltes, stellenweise bewegendes Buch.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Michael Martens


„Ein packendes Buch"
OE1 Kontext, Wolfgang Seibel


„Was die Forscherin Marie-Janine Calic unter enormem Rechercheaufwand an Flüchtlingsschicksalen der Nazi-Jahre zusammengetragen hat, stellt die verrufene Weltgegend in ein ganz anderes Licht [...] Der Fokus auf lebendig geschilderte, ergreifende Einzelfälle ist die Stärke des Buches.“
Der Freitag, Norbert Mappes-Niediek


„‘Balkan-Odyssee‘ ist nicht nur ein lesenswertes, sondern auch ein wichtiges Buch. Es erweitert die Perspektive auf die Geschichte des Exils während des Nationalsozialismus und zeigt, dass individuelle Schicksale und historische Kräfte im Südosten Europas noch enger verflochten waren als andernorts.“
Neue Zürcher Zeitung, Florian Keisinger


„Dieses Buch über das Nichtankommen, ist ein glänzendes Beispiel dafür, welche Dringlichkeit Geschichtsschreibung entwickeln kann, wenn sie sich populär-narrativen Formen öffnet.“
Süddeutsche Zeitung, Gerrit ter Horst


„Viele unbekannte Schicksale hat die Autorin in Archiven aufgestöbert und virtuos arrangiert. (...) Ihre packende Inszenierung des Stoffes führt denkbar nah an die lebensbedrohliche Situation der diversen Flüchtlinge heran, ebenso an deren sonnige Momente in den Kaffeehäusern an der kroatischen Adriaküste.“
Die Zeit, Maja Beckers, Alexander Cammann


„Zu Recht lobte die Jury Calics Rechercheleistung, denn die gehört wirklich gewürdigt.“
WELT online, Richard Kämmerlings, Marc Reichwein


„Ein absolut preiswürdiges Werk, eine gute Wahl.“
Süddeutsche Zeitung, Bernhard Heckler


„Es erzählt Migrationsgeschichten, die fast hundert Jahre alt sind, aber Fragen der Gegenwart berühren, die sich seitdem nicht verändert haben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus


„Ein weiteres Buch, das die Flucht vor den Nationalsozialisten in Südosteuropa beleuchtet, gewann nun den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch: In ‚Balkan-Odyssee 1933–1941‘ erzählt Marie-Janine Calic von der ersten Balkanroute.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Tania Martini


„Die literarisch erzählten Lebensgeschichten unterbricht Calic immer wieder, um den historischen Kontext zu erläutern. Selbst das gelingt ihr kompakt, umfassend und unterhaltsam. Dazu sind großartige Fotos abgedruckt“
taz, Doris Akrap


„Mitsamt allen historischen Hintergründen recherchiert, psychologisch plausibel und empathisch erzählt, doch ohne heranschmeißerische Übergriffigkeit.“
Mare, Marko Martin


„Calics Verdienst ist es, mit ihrer Untersuchung das Bild des Fluchtgeschehens aus Hitler-Deutschland ergänzt und komplettiert zu haben.“
Das Parlament, Michael Schmidt

Veranstaltungen

Stuttgart

20. Oktober 2026

18:00 Uhr

Marie-Janine Calic

Balkan-Odyssee, 1933-1941

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Marie-Janine Calic

Es handelt sich um eine Hybrid-Veranstaltung. 

Veranstaltungsort: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Stuttgart , Konrad-Adenauer-Straße 10

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