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17aus63: Der C.H.Beck-Fragebogen
Klassiker und Werkausgaben
Sachbuch
Neuerscheinungen
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Peter-André Alt ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin, die er von 2010 bis 2018 als Präsident leitete. Von 2018 bis 2023 war er Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, seit April 2023 führt er die Wübben Stiftung Wissenschaft in Berlin.
Bei C.H.Beck ist von ihm u.a. erschienen: „Franz Kafka. Der ewige Sohn“ (4. Aufl. 2024), „Sigmund Freud. Der Arzt der Moderne“ (2016) und zuletzt „Exzellent!? Zur Lage der Universität“ (2021).
© Foto: HRK - David Ausserhofer
1. Was haben Sie im Studium fürs Leben gelernt?
Die Einsicht, dass ich Systematiken und historische Kontingenz gleichermaßen liebe.
2. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Nachhilfeunterricht.
3. Wie sieht ein gelungener Tag in Ihrem Leben aus?
Das ist ein Tag mit mindestens einer neuen Erfahrung, oder zumindest mit einem neuen Eindruck.
4. Was nehmen Sie sich immer wieder vor?
Gelassenheit.
5. Was ertragen Sie nur mit Humor?
Langsame Verwaltungsprozesse.
6. Ein großes „Beinahe“ in Ihrem Leben?
Theaterautor.
7. Der beste Ort der Welt, der beste Ort in Berlin?
In Berlin: mitten auf dem Großen Wannsee.
8. Welches Kunstwerk würden Sie gern besitzen?
René Magritte, L'Empire des lumières (1954)
9. Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen am meisten?
Großzügigkeit.
10. Ihr liebstes Smalltalk-Thema?
Oldtimer.
11. Welcher Illusion geben Sie sich gerne hin?
Dass es sich zum Besseren wendet.
12. Welches Buch würde niemand in Ihrer Bibliothek erwarten?
Johannes Mario Simmel, "Es muss nicht immer Kaviar sein".
13. Welche drei Geister würden Sie gern zum Dinner einladen?
Schiller, Kafka, Freud. Und demnächst auch noch Hans Magnus Enzensberger.
14. Ihre Lieblingsbuchhandlung?
Schleichers in Berlin-Dahlem.
15. Ihr Lieblingsmuseum?
Museum Barberini in Potsdam.
16. Ein Buch, das Ihr Leben verändert hat?
Walter Benjamin, "Ursprung des deutschen Trauerspiels" (das aus mir einen Barockforscher machte).
17. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Neugierig entspannt.
Geist und Macht - das war schon immer ein spannungsgeladenes Verhältnis. Dass die Intellektuellen den Mächtigen nichts schenken, liegt ebenso in der Natur dieser Beziehung wie die Reserve der Politiker gegenüber selbstherrlichen Literaten, die alles besser wissen, ohne in der Verantwortung zu stehen. Peter-André Alt hat sich von Konrad Adenauer bis Olaf Scholz die Bundeskanzler und ihre Beziehung zum geistigen Leben der Republik genau angeschaut. Das Ergebnis ist ein höchst aufschlussreiches Buch über die politische Kultur der Bundesrepublik, prallvoll mit Geschichten von Heinrich Böll und Günter Grass, Wolf Biermann und Christa Wolf, Eva Menasse und Juli Zeh.
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