Cover: Kühn, Manfred, Kant

Kühn, Manfred

Kant

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Kühn, Manfred

Kant

Eine Biographie.

Heinrich Heine hat gespottet, von Immanuel Kant könne niemand eine Lebensgeschichte schreiben, denn Kant habe weder ein Leben noch eine Geschichte gehabt. In seiner mittlerweile zum Klassiker avancierten Biographie des größten deutschen Philosophen räumt Manfred Kühn mit der Legende von Kants ereignislosem Professorenleben gründlich auf. Er zeichnet das Bild eines eleganten und geistreichen Gentlemans, der eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben seiner Heimatstadt Königsberg spielte.

Man nannte Kant den «eleganten Magister». Er war ein ungemein beliebter Universitätslehrer, charmant und kontaktfreudig, von Freunden umgeben, gern auf Gesellschaften. Die bis zur Karikatur verzerrten Klischees vom pedantischen Leben Kants treffen allenfalls seine späten Jahre. Neben dem Portrait von Kants Leben und der Einführung in seine Schriften macht Manfred Kühns Biographie deutlich, wie sehr das Denken des großen Philosophen von den wichtigen politischen, kulturellen und intellektuellen Ereignissen seiner Zeit inspiriert wurde – vom Geniekult des Sturm und Drang, den Schriften David Humes und Rousseaus bis zu den Ideen der Französischen Revolution. Sie stellt Kollegen und Freunde Kants vor, Gegner und Konkurrenten, und natürlich auch den Diener Martin Lampe. Manfred Kühn bietet ein differenziertes Bild von Kants Leben, seinem Denken und seiner Zeit.

Von Manfred Kühn, Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.
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978-3-406-81460-0

Erschienen am 15. Februar 2024

639 S., mit 27 Abbildungen

Hardcover

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Inhalt
Die auftretenden Personen
Prolog

1. Kindheit und frühe Jugend (1724 –1740)

Frühe Kindheit (1724–1731): «Die beste Erziehung von der moralischen Seite betrachtet»
Schuljahre (1732–1740): «Unter der strengen Zucht der Fanatiker»
Königsberg: «Ein schicklicher Platz zu Erweiterung der Weltkenntnis»

2. Student und Hauslehrer (1740 –1755)
Die Albertina: «Eine Universität zur Kultur der Wissenschaften»?
Die Schätzung der lebendigen Kräfte: «Was schloß Kants Genie auf?»
Hauslehrer: «Es ist in der Welt vielleicht nie ein schlechterer Hofmeister gewesen»

3. Der elegante Magister (1755 –1764)
Erste Jahre (1755–1758): «Ein fürtrefflicher Kopf»
Die russische Besetzung (1758–1762): «Ein Mann, der die Wahrheit eben so sehr liebt wie den Ton der guten Gesellschaft»
Kant und Hamann: «Eine sehr nahe oder eine sehr entfernte Verbindung»
Herder als Kants Student (1762–1764): «In die Rousseauiana und Humiana gleichsam eingeweihet»
Kants philosophische Werke aus dieser Periode: «Spuren seines Geistes»

4. Eine Wiedergeburt und ihre Konsequenzen (1764 –1769)
Kant mit vierzig: «Wann erwirbt man seinen Charakter?»
Kants Lehrmethode: «Die eigentliche Methode des Unterrichts in der Weltweisheit ist zetetisch»
Ein literarischer Zirkel: «Ein Lustspiel in fünf Aufzügen»
Träume eines Geistersehers (1766): «Charakter, zweideutig ausgedrückt»
Kants philosophische Entwicklung von 1755 bis 1769: «Ich suche die Ehre des Fabius Cunctator»

5. Die Jahre des Schweigens (1770 –1780)
Die Inauguraldissertation: «Echte Metaphysik ohne alle Beimischung des Sinnlichen»
Erste Reaktionen: Wir sind «noch nicht überzeugt genug»
Kants Moralphilosophie um 1770: «Alle Moralität beruht aufIdeen»
Herr Professor: «Sie liefen in Kants Vorlesungen, um sich ein Ansehen zu geben»
Gesellschaftliches Leben: «Alles was ich gewünscht und erhalten habe»
Die sich entwickelnde Konzeption einer bloß propädeutischen Disziplin: «Steine im Wege»

6. «Alles zermalmender» Kritiker der Metaphysik (1780 –1784)
Die Kritik der reinen Vernunft: «Nichts mehr als zwei Glaubensartikel?»
Erste Reaktionen auf die Kritik: «Allzu große Ähnlichkeit mit Berkeley und Hume»
Prolegomena: «Nicht vor Lehrlinge, sondern vor künftige Lehrer»
Das eigene Haus (1783): «Recht romantisch», aber «nahe bei einem Gefängnis»

7. Begründer einer Metaphysik der Sitten (1784 –1787)
Arbeit an der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1784): «Philosophie auf einen mißlichen Standpunkt gestellt»
Andere Ideen: Gegen «Faulheit und Feigheit» und für «sorgfältiges Festhalten am Prinzip»
Die Kontroverse mit Herder: «Der Vernunft das Vorrecht, das sie zum höchsten Gut auf Erden macht», nicht bestreiten
Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft: «Alle eigentliche Naturwissenschaft bedarf einen reinen Teil»
Kants Eingreifen in den Pantheismusstreit: Für eine «reine Vernunftreligion»
Kritik der praktischen Vernunft: «Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir»
Kant und seine Kollegen und Freunde: «Von Vorurteilen sehr begeistert»?
Der Tod seines besten Freundes und die Folgen: Eine «veränderte Lebensweise»
Idealismus oder Realismus: Kein Gegenstand «im transzendentalen Verstande außer uns gegeben»?

8. Probleme mit Religion und Politik (1788 –1795)
Strapazierte Freundschaft: «Für Kant schreiben»
In Gesellschaft (Dienstag, 16. Dezember 1788): «Auch die natürliche Religion hat ihre Dogmatik»
Die Revolution: «Ich habe das Heil der Welt gesehen»
Kritik der Urteilskraft (1790): «Zweckmäßigkeit ohne Zweck»
Anerkennung von einem «echtphilosophischen Publikum» und Feindschaft von seiten der «Popularphilosophen»
Der berühmte Gastgeber: «König in Königsberg»
Der Beginn eines Konflikts: «Kühne Meinungen»
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft: «Ein Beispiel dieses Gehorsams»?
«Über den Gemeinspruch»: Ansprache an einen der «Erdengötter»
Konsequenzen: Angedroht werden «bei fortgesetzter Renitenz unangenehme Verfügungen»
Ewiger Friede: «Der theoretische Politiker als Schulweiser»

9. Der alte Kant (1796 –1804)
Die frühen Jahre des Ruhestandes (1796–1798):
«Etwas verändert»

Zum Schluß: «Das Bündel schnüren»
Unabgeschlossene Religionssache: «Diesem Unwesen ist nunmehro gesteuret»
Das Opus postumum: «Ausnehmende Kombinationen und Entwürfe»
Schwinden der Kräfte und Tod (1799–1804): «Sie müssen mich wie ein Kind betrachten»


Anhang

Danksagung · Kants Leben und Werke: Zeittafel · Anmerkungen · Bibliographie · Bildnachweis · Register
Pressestimmen

Pressestimmen

"Hinterher kennt man sich garantiert besser in Kants Leben aus als dieser einst selbst."
Kerstin Decker, Der Tagesspiegel



"Kollegen und Schüler, Freunde und Tischgenossen, Adlige und Kaufleute, kurzum das ganze Königsberg des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts, erstehen als faszinierendes Gruppenbild."
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung



}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-81460-0

Erschienen am 15. Februar 2024

639 S., mit 27 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 25,000 € Kaufen

Kühn, Manfred

Kant

Eine Biographie

Heinrich Heine hat gespottet, von Immanuel Kant könne niemand eine Lebensgeschichte schreiben, denn Kant habe weder ein Leben noch eine Geschichte gehabt. In seiner mittlerweile zum Klassiker avancierten Biographie des größten deutschen Philosophen räumt Manfred Kühn mit der Legende von Kants ereignislosem Professorenleben gründlich auf. Er zeichnet das Bild eines eleganten und geistreichen Gentlemans, der eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben seiner Heimatstadt Königsberg spielte.

Man nannte Kant den «eleganten Magister». Er war ein ungemein beliebter Universitätslehrer, charmant und kontaktfreudig, von Freunden umgeben, gern auf Gesellschaften. Die bis zur Karikatur verzerrten Klischees vom pedantischen Leben Kants treffen allenfalls seine späten Jahre. Neben dem Portrait von Kants Leben und der Einführung in seine Schriften macht Manfred Kühns Biographie deutlich, wie sehr das Denken des großen Philosophen von den wichtigen politischen, kulturellen und intellektuellen Ereignissen seiner Zeit inspiriert wurde – vom Geniekult des Sturm und Drang, den Schriften David Humes und Rousseaus bis zu den Ideen der Französischen Revolution. Sie stellt Kollegen und Freunde Kants vor, Gegner und Konkurrenten, und natürlich auch den Diener Martin Lampe. Manfred Kühn bietet ein differenziertes Bild von Kants Leben, seinem Denken und seiner Zeit.
Von Manfred Kühn, Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.
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Inhalt

Die auftretenden Personen
Prolog

1. Kindheit und frühe Jugend (1724 –1740)

Frühe Kindheit (1724–1731): «Die beste Erziehung von der moralischen Seite betrachtet»
Schuljahre (1732–1740): «Unter der strengen Zucht der Fanatiker»
Königsberg: «Ein schicklicher Platz zu Erweiterung der Weltkenntnis»

2. Student und Hauslehrer (1740 –1755)
Die Albertina: «Eine Universität zur Kultur der Wissenschaften»?
Die Schätzung der lebendigen Kräfte: «Was schloß Kants Genie auf?»
Hauslehrer: «Es ist in der Welt vielleicht nie ein schlechterer Hofmeister gewesen»

3. Der elegante Magister (1755 –1764)
Erste Jahre (1755–1758): «Ein fürtrefflicher Kopf»
Die russische Besetzung (1758–1762): «Ein Mann, der die Wahrheit eben so sehr liebt wie den Ton der guten Gesellschaft»
Kant und Hamann: «Eine sehr nahe oder eine sehr entfernte Verbindung»
Herder als Kants Student (1762–1764): «In die Rousseauiana und Humiana gleichsam eingeweihet»
Kants philosophische Werke aus dieser Periode: «Spuren seines Geistes»

4. Eine Wiedergeburt und ihre Konsequenzen (1764 –1769)
Kant mit vierzig: «Wann erwirbt man seinen Charakter?»
Kants Lehrmethode: «Die eigentliche Methode des Unterrichts in der Weltweisheit ist zetetisch»
Ein literarischer Zirkel: «Ein Lustspiel in fünf Aufzügen»
Träume eines Geistersehers (1766): «Charakter, zweideutig ausgedrückt»
Kants philosophische Entwicklung von 1755 bis 1769: «Ich suche die Ehre des Fabius Cunctator»

5. Die Jahre des Schweigens (1770 –1780)
Die Inauguraldissertation: «Echte Metaphysik ohne alle Beimischung des Sinnlichen»
Erste Reaktionen: Wir sind «noch nicht überzeugt genug»
Kants Moralphilosophie um 1770: «Alle Moralität beruht aufIdeen»
Herr Professor: «Sie liefen in Kants Vorlesungen, um sich ein Ansehen zu geben»
Gesellschaftliches Leben: «Alles was ich gewünscht und erhalten habe»
Die sich entwickelnde Konzeption einer bloß propädeutischen Disziplin: «Steine im Wege»

6. «Alles zermalmender» Kritiker der Metaphysik (1780 –1784)
Die Kritik der reinen Vernunft: «Nichts mehr als zwei Glaubensartikel?»
Erste Reaktionen auf die Kritik: «Allzu große Ähnlichkeit mit Berkeley und Hume»
Prolegomena: «Nicht vor Lehrlinge, sondern vor künftige Lehrer»
Das eigene Haus (1783): «Recht romantisch», aber «nahe bei einem Gefängnis»

7. Begründer einer Metaphysik der Sitten (1784 –1787)
Arbeit an der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1784): «Philosophie auf einen mißlichen Standpunkt gestellt»
Andere Ideen: Gegen «Faulheit und Feigheit» und für «sorgfältiges Festhalten am Prinzip»
Die Kontroverse mit Herder: «Der Vernunft das Vorrecht, das sie zum höchsten Gut auf Erden macht», nicht bestreiten
Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft: «Alle eigentliche Naturwissenschaft bedarf einen reinen Teil»
Kants Eingreifen in den Pantheismusstreit: Für eine «reine Vernunftreligion»
Kritik der praktischen Vernunft: «Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir»
Kant und seine Kollegen und Freunde: «Von Vorurteilen sehr begeistert»?
Der Tod seines besten Freundes und die Folgen: Eine «veränderte Lebensweise»
Idealismus oder Realismus: Kein Gegenstand «im transzendentalen Verstande außer uns gegeben»?

8. Probleme mit Religion und Politik (1788 –1795)
Strapazierte Freundschaft: «Für Kant schreiben»
In Gesellschaft (Dienstag, 16. Dezember 1788): «Auch die natürliche Religion hat ihre Dogmatik»
Die Revolution: «Ich habe das Heil der Welt gesehen»
Kritik der Urteilskraft (1790): «Zweckmäßigkeit ohne Zweck»
Anerkennung von einem «echtphilosophischen Publikum» und Feindschaft von seiten der «Popularphilosophen»
Der berühmte Gastgeber: «König in Königsberg»
Der Beginn eines Konflikts: «Kühne Meinungen»
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft: «Ein Beispiel dieses Gehorsams»?
«Über den Gemeinspruch»: Ansprache an einen der «Erdengötter»
Konsequenzen: Angedroht werden «bei fortgesetzter Renitenz unangenehme Verfügungen»
Ewiger Friede: «Der theoretische Politiker als Schulweiser»

9. Der alte Kant (1796 –1804)
Die frühen Jahre des Ruhestandes (1796–1798):
«Etwas verändert»

Zum Schluß: «Das Bündel schnüren»
Unabgeschlossene Religionssache: «Diesem Unwesen ist nunmehro gesteuret»
Das Opus postumum: «Ausnehmende Kombinationen und Entwürfe»
Schwinden der Kräfte und Tod (1799–1804): «Sie müssen mich wie ein Kind betrachten»


Anhang

Danksagung · Kants Leben und Werke: Zeittafel · Anmerkungen · Bibliographie · Bildnachweis · Register

Pressestimmen

"Hinterher kennt man sich garantiert besser in Kants Leben aus als dieser einst selbst."
Kerstin Decker, Der Tagesspiegel


"Kollegen und Schüler, Freunde und Tischgenossen, Adlige und Kaufleute, kurzum das ganze Königsberg des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts, erstehen als faszinierendes Gruppenbild."
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung