Cover: Schulze Wessel, Martin, Die übersehene Nation

Schulze Wessel, Martin

Die übersehene Nation

Toptitel
"Die besten Sachbücher" Dezember 2025 und "Sachbuch-Bestenliste: Besondere Empfehlung April 2026"
Cover Download Leseprobe PDF

Schulze Wessel, Martin

Die übersehene Nation

Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert.

Dass Deutschland wegen der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs eine historische Verantwortung gegenüber Russland besitzt, wird nur selten in Zweifel gezogen. Dass dasselbe mehr noch für die Ukraine gilt, ist dagegen sehr viel weniger im öffentlichen Bewusstsein verankert. Martin Schulze Wessel legt die erste Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen vor und ruft in Erinnerung, wie eng die deutsche und die ukrainische Geschichte im 20. Jahrhundert miteinander verflochten sind. In seinem eindrücklich geschriebenen Buch zeigt er, wie historische Erfahrungen und Wahrnehmungen bis heute fortwirken, und fragt, was das für unser heutiges Verhältnis zur Ukraine bedeutet.

Im Ersten Weltkrieg verbanden sich die kolonialen Pläne der Deutschen für Osteuropa mit den Bestrebungen der ukrainischen Nationalbewegung. So wurde die Gründung eines ukrainischen Nationalstaats 1918 durch die deutsche Besatzung des Landes möglich. Auch deshalb suchte Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg die Allianz mit NS-Deutschland, doch Hitlers koloniales Projekt unterschied sich fundamental von dem des kaiserlichen Deutschlands. Die Ukraine wurde zum Zentrum des deutschen Vernichtungskrieges. Nach 1945 verschwand die Ukraine im deutschen Bewusstsein wieder in der Sowjetunion, und auch nach 1991 blieb sie eine vielfach übersehene Nation – mit fatalen Folgen für die deutsche Reaktion auf den russischen Angriffskrieg seit 2014. Wer sich die deutsch-ukrainische Geschichte vergegenwärtigt, wie es Martin Schulze Wessel tut, dem wird es schwerer fallen, gegenüber dem Schicksal des Landes gleichgültig zu sein.

Auf beck-shop.de kaufen

28,00 €

sofort lieferbar!

Preisangaben inkl. MwSt. Abhängig von der Lieferadresse kann die MwSt. an der Kasse variieren.


Merken

Details

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Inhalt
Einleitung

KAPITEL 1
Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges

Hruševskyj und Hoetzsch: Die Vorgeschichte der deutsch- ukrainischen Beziehungen · Koloss auf tönernen Füßen? Der neue Blick auf das Zarenreich und die Ukraine · Krieg und Staatsgründung · Skoropadskyj und die deutsche Besatzung · Das Hetmanat als koloniales Projekt?

KAPITEL 2
Die Zeit zwischen den Kriegen

Pogrome  · Rapallo · Wirtschaft und Tourismus · Emigration · Ukrainischer Nationalismus · Der große Hunger · Die OUN und Deutschland

KAPITEL 3
Deutschland und die Ukraine im Zweiten Weltkrieg

Angriff auf die Sowjetunion · Deutscher Vormarsch in der Ukraine · Die Shoa in der Ukraine · Der Holocaust und die Ukrainer · Hilfe für Juden · Die Deutschen in der Ukraine: Raumplanung, rassische Hierarchie und Besatzungsherrschaft · Kriegsgefangene · Zwangsarbeit · Militärische Kooperation und Widerstand

KAPITEL 4
Die Jahre des Kalten Krieges

Displaced Persons · Die ukrainische Nation in der Emigration · Die DDR und die Fahne von Kriwoj Rog · Eduard Winters Kulturkampf · Die Kampagne gegen Theodor Oberländer · Die Ermordung Banderas · Kontakte zwischen Deutschen und Ukrainern · Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß

KAPITEL 5
Die deutsche und die ukrainische Frage nach 1989

Kohls Kalkül · Die prekäre Sicherheitslage der unabhängigen Ukraine · Das Budapester Memorandum · Die Orangene Revolution im Herbst 2004 · Der NATO-Gipfel in Bukarest 2008 · Nord Stream

KAPITEL 6
Deutschland und die Ukraine seit 2013

Der Euromajdan · Keine Zeitenwende · Zeitenwende? · Ukrainische Stimmen

Schluss

Karten
Hinweise zur Schreibweise und Dank
Anmerkungen
Ausgewählte Literatur
Bildnachweis
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

„Bis zum Jahr 2014 war die Ukraine für die allermeisten Deutschen ein blinder Fleck. Welche tieferliegenden historischen Ursachen das hat und wie eng die Geschichten beider Länder verknüpft waren, zeigt das aktuelle Buch des Münchner Osteuropa-Experten. ... Seine These lautet, dass wir uns allzu lange den russischen imperialen Blick auf die Ukraine zu eigen gemacht haben.“
WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich, Bestenliste April 2026, Empfehlung von Barbara Stollberg-Rilinger



„eine umfassende Beziehungsgeschichte (…): von der ukrainischen Staatsgründung unter deutscher Besatzung 1918 über den Vernichtungskrieg der Nazis bis zum Angriff Russlands. Eine oft übersehene Nation, mit der uns viel verbindet.“
Sachbuch-Bestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im Dezember 2025



„Martin Schulze Wessels gut lesbares Buch über die deutsch-ukrainischen Beziehungen schließt eine Lücke in der populärwissenschaftlichen Literatur zur Ukraine, die seit Russlands Überfall vor vier Jahren in Deutschland erschienen ist.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Veser



„Seiner Ansicht nach ist Nichtwissen über die Ukraine in der aktuellen Situation politisch brisant und nicht nur ein Versäumnis.“
Deutschlandfunk Andruck, Catrin Stövesand



„Ein Augenöffner für die historischen Linien, die zur heutigen deutschen Ukraine-Politik führen.“
Neue Zürcher Zeitung, Ulrich M. Schmid



„Es ist eine Stärke von Schulze Wessels Buch, dass es den beidseitigen Kontakten seit dem 19. Jahrhundert nachspürt – und damit ein in Deutschland vergessenes Kapitel der Geschichte erzählt – mal knapp, mal detailliert, stets aber nuanciert und mit einem Gespür für die großen Linien der Geschichte.“
Münchner Feuilleton, Till Schmidt



„Eine starke Stimme der Osteuropawissenschaften im politischen Diskurs, die deutsche Wahrnehmungsmuster als politische Faktoren sichtbar macht und historisches Wissen in laufende Debatten einspeist.“
H-Soz-Kult, Frank Grelka



„Überzeugend kann der Autor darlegen, dass die deutschen Besatzer ohne die ukrainische Hilfspolizei ihre Menschheitsverbrechen nicht hätte durchführen können ... empfehlenswert.“
Das Parlament, Aschot Manutscharjan



„Schulze Wessel ist eine Weihnachtsempfehlung: „Ein Buch wie ein Mahnmal, gearde in diesen Zeiten ... Sein Buch ist sachlich, klar und von großer politischer Relevanz“
Handelsblatt, Sven Prange



Veranstaltungen

Veranstaltungen

München

4. Mai 2026

18:00 Uhr

Martin Schulze Wessel

Die übersehene Nation

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Martin Schulze Wessel

Schuld und Chance: Die Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen 
Moderation: Christine Hamel

Veranstaltungsort: Salon Luitpold

München , Brienner Straße 11

Web: Zur Veranstaltungsseite

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-82174-5

Erschienen am 11. November 2025

287 S., mit 15 Abbildungen und 4 Karten

Hardcover

Hardcover 28,000 € Kaufen
e-Book 23,990 € Kaufen

Schulze Wessel, Martin

Die übersehene Nation

Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert

Dass Deutschland wegen der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs eine historische Verantwortung gegenüber Russland besitzt, wird nur selten in Zweifel gezogen. Dass dasselbe mehr noch für die Ukraine gilt, ist dagegen sehr viel weniger im öffentlichen Bewusstsein verankert. Martin Schulze Wessel legt die erste Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen vor und ruft in Erinnerung, wie eng die deutsche und die ukrainische Geschichte im 20. Jahrhundert miteinander verflochten sind. In seinem eindrücklich geschriebenen Buch zeigt er, wie historische Erfahrungen und Wahrnehmungen bis heute fortwirken, und fragt, was das für unser heutiges Verhältnis zur Ukraine bedeutet.

Im Ersten Weltkrieg verbanden sich die kolonialen Pläne der Deutschen für Osteuropa mit den Bestrebungen der ukrainischen Nationalbewegung. So wurde die Gründung eines ukrainischen Nationalstaats 1918 durch die deutsche Besatzung des Landes möglich. Auch deshalb suchte Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg die Allianz mit NS-Deutschland, doch Hitlers koloniales Projekt unterschied sich fundamental von dem des kaiserlichen Deutschlands. Die Ukraine wurde zum Zentrum des deutschen Vernichtungskrieges. Nach 1945 verschwand die Ukraine im deutschen Bewusstsein wieder in der Sowjetunion, und auch nach 1991 blieb sie eine vielfach übersehene Nation – mit fatalen Folgen für die deutsche Reaktion auf den russischen Angriffskrieg seit 2014. Wer sich die deutsch-ukrainische Geschichte vergegenwärtigt, wie es Martin Schulze Wessel tut, dem wird es schwerer fallen, gegenüber dem Schicksal des Landes gleichgültig zu sein.
Webcode: /36959121

Inhalt

Einleitung

KAPITEL 1
Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges

Hruševskyj und Hoetzsch: Die Vorgeschichte der deutsch- ukrainischen Beziehungen · Koloss auf tönernen Füßen? Der neue Blick auf das Zarenreich und die Ukraine · Krieg und Staatsgründung · Skoropadskyj und die deutsche Besatzung · Das Hetmanat als koloniales Projekt?

KAPITEL 2
Die Zeit zwischen den Kriegen

Pogrome  · Rapallo · Wirtschaft und Tourismus · Emigration · Ukrainischer Nationalismus · Der große Hunger · Die OUN und Deutschland

KAPITEL 3
Deutschland und die Ukraine im Zweiten Weltkrieg

Angriff auf die Sowjetunion · Deutscher Vormarsch in der Ukraine · Die Shoa in der Ukraine · Der Holocaust und die Ukrainer · Hilfe für Juden · Die Deutschen in der Ukraine: Raumplanung, rassische Hierarchie und Besatzungsherrschaft · Kriegsgefangene · Zwangsarbeit · Militärische Kooperation und Widerstand

KAPITEL 4
Die Jahre des Kalten Krieges

Displaced Persons · Die ukrainische Nation in der Emigration · Die DDR und die Fahne von Kriwoj Rog · Eduard Winters Kulturkampf · Die Kampagne gegen Theodor Oberländer · Die Ermordung Banderas · Kontakte zwischen Deutschen und Ukrainern · Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß

KAPITEL 5
Die deutsche und die ukrainische Frage nach 1989

Kohls Kalkül · Die prekäre Sicherheitslage der unabhängigen Ukraine · Das Budapester Memorandum · Die Orangene Revolution im Herbst 2004 · Der NATO-Gipfel in Bukarest 2008 · Nord Stream

KAPITEL 6
Deutschland und die Ukraine seit 2013

Der Euromajdan · Keine Zeitenwende · Zeitenwende? · Ukrainische Stimmen

Schluss

Karten
Hinweise zur Schreibweise und Dank
Anmerkungen
Ausgewählte Literatur
Bildnachweis
Personenregister

Pressestimmen

„Bis zum Jahr 2014 war die Ukraine für die allermeisten Deutschen ein blinder Fleck. Welche tieferliegenden historischen Ursachen das hat und wie eng die Geschichten beider Länder verknüpft waren, zeigt das aktuelle Buch des Münchner Osteuropa-Experten. ... Seine These lautet, dass wir uns allzu lange den russischen imperialen Blick auf die Ukraine zu eigen gemacht haben.“
WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich, Bestenliste April 2026, Empfehlung von Barbara Stollberg-Rilinger


„eine umfassende Beziehungsgeschichte (…): von der ukrainischen Staatsgründung unter deutscher Besatzung 1918 über den Vernichtungskrieg der Nazis bis zum Angriff Russlands. Eine oft übersehene Nation, mit der uns viel verbindet.“
Sachbuch-Bestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im Dezember 2025


„Martin Schulze Wessels gut lesbares Buch über die deutsch-ukrainischen Beziehungen schließt eine Lücke in der populärwissenschaftlichen Literatur zur Ukraine, die seit Russlands Überfall vor vier Jahren in Deutschland erschienen ist.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reinhard Veser


„Seiner Ansicht nach ist Nichtwissen über die Ukraine in der aktuellen Situation politisch brisant und nicht nur ein Versäumnis.“
Deutschlandfunk Andruck, Catrin Stövesand


„Ein Augenöffner für die historischen Linien, die zur heutigen deutschen Ukraine-Politik führen.“
Neue Zürcher Zeitung, Ulrich M. Schmid


„Es ist eine Stärke von Schulze Wessels Buch, dass es den beidseitigen Kontakten seit dem 19. Jahrhundert nachspürt – und damit ein in Deutschland vergessenes Kapitel der Geschichte erzählt – mal knapp, mal detailliert, stets aber nuanciert und mit einem Gespür für die großen Linien der Geschichte.“
Münchner Feuilleton, Till Schmidt


„Eine starke Stimme der Osteuropawissenschaften im politischen Diskurs, die deutsche Wahrnehmungsmuster als politische Faktoren sichtbar macht und historisches Wissen in laufende Debatten einspeist.“
H-Soz-Kult, Frank Grelka


„Überzeugend kann der Autor darlegen, dass die deutschen Besatzer ohne die ukrainische Hilfspolizei ihre Menschheitsverbrechen nicht hätte durchführen können ... empfehlenswert.“
Das Parlament, Aschot Manutscharjan


„Schulze Wessel ist eine Weihnachtsempfehlung: „Ein Buch wie ein Mahnmal, gearde in diesen Zeiten ... Sein Buch ist sachlich, klar und von großer politischer Relevanz“
Handelsblatt, Sven Prange

Veranstaltungen

München

4. Mai 2026

18:00 Uhr

Martin Schulze Wessel

Die übersehene Nation

Buchpräsentation

Buchpräsentation mit Martin Schulze Wessel

Schuld und Chance: Die Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen 
Moderation: Christine Hamel

Veranstaltungsort: Salon Luitpold

München , Brienner Straße 11

Web: Zur Veranstaltungsseite