Leseprobe Merken

Bätzing, Werner

Das Landleben

Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform

In einer Zeit zunehmender Verstädterung brauchen wir eine neue Sicht auf das Landleben. Es ist keineswegs Ausdruck überholter Verhältnisse, es ist vielmehr Grundlage für die Dynamik und Spezialisierung in den Städten und Zentren. Der bekannte Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing hält das Land mit seinen Traditionen und Kulturlandschaften für unverzichtbar. Daher mündet sein so fundiertes wie nachdenkliches Buch in Leitideen für die Zukunft des Landlebens. 

Gibt es heute noch ein Leben auf dem Land, das nicht städtisch geprägt ist? Und brauchen wir in der modernen Welt überhaupt ein Landleben? Oder ist es nur noch ein romantisches Relikt aus der vergangenen Zeit? Wer das Landleben verstehen will, so der bekannte Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing, muss Landwirtschaft, bäuerliche Kulturlandschaften, Dorfleben, Traditionen sowie die engen Verflechtungen zwischen Ihnen kennen. Da das Land aber stets in einem engen Austausch mit der Stadt steht, muss er auch verstehen, welche Auswirkungen die Industrielle Revolution, die Entdeckung des Landes als "schöne Landschaft", der wirtschaftliche und demographische Wandel, die Entstehung der Konsumgesellschaft und das Erstarken des Neoliberalismus auf das Landleben besitzen - andernfalls besteht die Gefahr, das Land zu stark als Idylle wahrzunehmen. Bätzings breit angelegte und historisch fundierte Darstellung steht quer zu den üblichen Sichtweisen und lässt das Landleben in einem völlig neuem Licht erscheinen. 

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-74825-7

Erschienen am 17. Februar 2020

302 S., mit 27 überwiegend farbigen Abbildungen, 3 Karten und 3 Tabellen

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen
Inhalt

1. Einführung: Landleben – was bedeutet das?
1.1 Aufgabe und Zielsetzung
1.2 Der doppelte Blick auf das Landleben
1.3 Definitionen von Land und ländlichem Raum
1.4 Zur Konzeption und Gliederung

2. Die Entstehung des Landlebens und die Veränderung der Natur
2.1 Der Beginn des Landlebens
2.2 Neue Raumstrukturen durch Landwirtschaft
2.3 Ökologie der Kulturlandschaft
2.4 Kulturelle Rahmenbedingungen des Landlebens

3. Die Entwertung des Landes durch die Entstehung von Städten und Hochkulturen
3.1 Fundamentale Veränderungen auf dem Land – warum?
3.2 Die Entstehung von Städten und Stadtstaaten
3.3 Die Entstehung von Großstädten, Hochkulturen und großen Reichen
3.4 Zur Entwertung des Landes durch die Stadt

4. Die Gleichwertigkeit von Land und Stadt im mittelalterlichen Europa
4.1 Die europäische Sonderentwicklung ab dem Jahr 1000
4.2 Die Intensivierung der Landwirtschaft: Dreifelderwirtschaft
4.3 Alt-/Jungsiedelräume und Vergetreidung/Vergrünlandung
4.4 Das Aufblühen von Handwerk und Gewerbe auf dem Land
4.5 Die Schwächung des Landlebens im 18. Jahrhundert

5. Die Auswirkungen der Industriellen Revolution auf das Landleben
5.1 Die Industrielle Revolution und das «Ende der Fläche»
5.2 Der wirtschaftliche Wandel: Reagrarisierung des Landes
5.3 Der demographische Wandel: Verstädterung und Bevölkerungsrückgang
5.4 Der kulturelle Wandel: Modernisierung und Neuerfindung der Tradition
5.5 Das neue Sonntagsbild der Städter: Das Land als «schöne Landschaft»

6. Die forcierte Modernisierung des Landlebens zwischen 1960 und 1980.
6.1 Die allerletzte Phase der Industriegesellschaft und ihre neuen Rahmenbedingungen
6.2 Der wirtschaftliche Wandel: Spezialisierung und Intensivierung
6.3 Der demographische Wandel: Suburbane und periphere Räume
6.4 Politische Interventionen: Dorfsanierung, Schul- und Gebietsreform und das System der Zentralen Orte
6.5 Der kulturelle Wandel: Landleben als Auslaufmodell

7. Die Postmoderne – eine neue Aufwertung oder das endgültige Verschwinden des Landlebens?
7.1 Der Bruch zu Beginn der 1980 er Jahre und seine Ursachen
7.2 Der wirtschaftliche Wandel: Entstehen neue Arbeitsplätze auf dem Land?
7.3 Neue politische Zielsetzungen für den ländlichen Raum
7.4 Bevölkerungsentwicklung: Abwärtsspirale oder erneuter Aufschwung?
7.5 Siedlungsentwicklung: Die Entstehung der «Zwischenstadt»
7.6 Der ökologische Wandel: Agrarwüsten, Wildnisgebiete und der neue Umweltschutz
7.7 Der kulturelle Wandel: Von der selbstverständlichen zur selbstgewählten Tradition
7.8 Gibt es heute noch ein Landleben?

8. Welche Zukunft für das Landleben?
8.1 Bilanz: Das Landleben ist unverzichtbar
8.2 Mögliche zukünftige Entwicklungen des Landes
8.3 Leitideen für die Aufwertung des Landlebens
8.4 Ausblick

Anhang
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Sachregister

Pressestimmen

Pressestimmen

"Indem diese Studie diese Phänomene und Entwicklung aber pointiert und kenntnisreich schildert, ihre Kritik auf fruchtbaren Boden gründet, ihren Wunsch nach einer Rekultivierung des Landlebens mit Augenmaß und ohne vorschnelles Klischeedenken oder kurzlebige Maßnahmen vorbringt, legt sie einen soliden Grundstein für eine bisher unzureichend und zu zögerlich geführte Diskussion.“
Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte, Beate Tröger



"Gegen das deprimierende Szenario von menschenleeren Einöden, die im besseren Fall Naturschutzgebiete und im schlechteren agroindustrielle Monokulturen sind, hat der Kulturgeograph Werner Bätzing ein engagiertes Buch geschrieben. (…) Er kennt sowohl die Geschichte des Lebens auf dem Land wie auch die realen Gegebenheiten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sonja Asal



"Bätzing zieht sehr lange historische Linien, das erinnert an die Geschichtsschreibung der französischen ‚Annales‘-Richtung.“
Tagesspiegel, Werner van Bebber



"Es ist eine scharfe und sehr dichte Analyse, die Bätzing aus seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Thema mitnimmt. Und eine ungewöhnliche (...).“
Falter, Gerlinde Pölsler



"Seine breit angelegte, historisch fundierte Darstellung steht quer zu den üblichen Sichtweisen und lässt das Landleben in einem völlig neuen Licht erscheinen.“
Deutscher Alpenverein, Jochen Cantner



"Bätzing (ist) ein schlüssiges und mutmachendes Werk gelungen, das sich fatalistischen Reden entschieden entgegenstellt, ohne dabei den ländlichen Raum zur Idylle zu verklären.“
SWR2, Roman Kaiser-Mühlecker



"Eine umfassende, fundierte Darstellung vom Entstehen frühester Siedlungen bis in unsere Gegenwart.“
Volksfreund, Fritz-Peter Linden



"Ein kluges Buch über die Geschichte und Zuversicht des ländlichen Raumes."
Hochparterre



"Werner Bätzing hat in seinem lesenswerten Buch ´Das Landleben. Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform‘ nicht nur den Zustand damals und heute erforscht, sondern liefert auch Vorschläge, wie Stadt und Land künftig besser – und gleichberechtigter – nebeneinander gedeihen können.“
Baumeister, Sabine Schneider



"Ein Standardwerk (…) gut lesbar und gut recherchiert (…) erhellendes Buch.“
Bayrischer Rundfunk Cordsens Buchtipp, Knut Cordsen



"Äußerst kundig in klar strukturierter Darstellung.“
Der Freitag, Erhard Schütz



"Kulturgeograph Werner Bätzing über arrogante Städter und frustrierte Landbewohner, verklärte Vorstellungen und triste Realitäten und warum wir die Provinz gerade in unruhigen Zeiten brauchen.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Judith Lembke



"Ein informatives Buch mit zahlreichen historischen Bezügen.“
SonntagsZeitung



"Bätzing macht klar, warum er das Landleben für unverzichtbar hält und mit welchen Strategien und Leitideen es gegen die Verzichtbarkeitserklärungen neoliberaler Apologeten gerettet werden kann.“
Leipziger Volkszeitung



Downloads

Downloads

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-74825-7

Erschienen am 17. Februar 2020

302 S., mit 27 überwiegend farbigen Abbildungen, 3 Karten und 3 Tabellen

Hardcover

Hardcover 26,00 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen

Bätzing, Werner

Das Landleben

Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform

In einer Zeit zunehmender Verstädterung brauchen wir eine neue Sicht auf das Landleben. Es ist keineswegs Ausdruck überholter Verhältnisse, es ist vielmehr Grundlage für die Dynamik und Spezialisierung in den Städten und Zentren. Der bekannte Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing hält das Land mit seinen Traditionen und Kulturlandschaften für unverzichtbar. Daher mündet sein so fundiertes wie nachdenkliches Buch in Leitideen für die Zukunft des Landlebens. 

Gibt es heute noch ein Leben auf dem Land, das nicht städtisch geprägt ist? Und brauchen wir in der modernen Welt überhaupt ein Landleben? Oder ist es nur noch ein romantisches Relikt aus der vergangenen Zeit? Wer das Landleben verstehen will, so der bekannte Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing, muss Landwirtschaft, bäuerliche Kulturlandschaften, Dorfleben, Traditionen sowie die engen Verflechtungen zwischen Ihnen kennen. Da das Land aber stets in einem engen Austausch mit der Stadt steht, muss er auch verstehen, welche Auswirkungen die Industrielle Revolution, die Entdeckung des Landes als "schöne Landschaft", der wirtschaftliche und demographische Wandel, die Entstehung der Konsumgesellschaft und das Erstarken des Neoliberalismus auf das Landleben besitzen - andernfalls besteht die Gefahr, das Land zu stark als Idylle wahrzunehmen. Bätzings breit angelegte und historisch fundierte Darstellung steht quer zu den üblichen Sichtweisen und lässt das Landleben in einem völlig neuem Licht erscheinen. 
Webcode: https://www.chbeck.de/29965746

Inhalt

1. Einführung: Landleben – was bedeutet das?
1.1 Aufgabe und Zielsetzung
1.2 Der doppelte Blick auf das Landleben
1.3 Definitionen von Land und ländlichem Raum
1.4 Zur Konzeption und Gliederung

2. Die Entstehung des Landlebens und die Veränderung der Natur
2.1 Der Beginn des Landlebens
2.2 Neue Raumstrukturen durch Landwirtschaft
2.3 Ökologie der Kulturlandschaft
2.4 Kulturelle Rahmenbedingungen des Landlebens

3. Die Entwertung des Landes durch die Entstehung von Städten und Hochkulturen
3.1 Fundamentale Veränderungen auf dem Land – warum?
3.2 Die Entstehung von Städten und Stadtstaaten
3.3 Die Entstehung von Großstädten, Hochkulturen und großen Reichen
3.4 Zur Entwertung des Landes durch die Stadt

4. Die Gleichwertigkeit von Land und Stadt im mittelalterlichen Europa
4.1 Die europäische Sonderentwicklung ab dem Jahr 1000
4.2 Die Intensivierung der Landwirtschaft: Dreifelderwirtschaft
4.3 Alt-/Jungsiedelräume und Vergetreidung/Vergrünlandung
4.4 Das Aufblühen von Handwerk und Gewerbe auf dem Land
4.5 Die Schwächung des Landlebens im 18. Jahrhundert

5. Die Auswirkungen der Industriellen Revolution auf das Landleben
5.1 Die Industrielle Revolution und das «Ende der Fläche»
5.2 Der wirtschaftliche Wandel: Reagrarisierung des Landes
5.3 Der demographische Wandel: Verstädterung und Bevölkerungsrückgang
5.4 Der kulturelle Wandel: Modernisierung und Neuerfindung der Tradition
5.5 Das neue Sonntagsbild der Städter: Das Land als «schöne Landschaft»

6. Die forcierte Modernisierung des Landlebens zwischen 1960 und 1980.
6.1 Die allerletzte Phase der Industriegesellschaft und ihre neuen Rahmenbedingungen
6.2 Der wirtschaftliche Wandel: Spezialisierung und Intensivierung
6.3 Der demographische Wandel: Suburbane und periphere Räume
6.4 Politische Interventionen: Dorfsanierung, Schul- und Gebietsreform und das System der Zentralen Orte
6.5 Der kulturelle Wandel: Landleben als Auslaufmodell

7. Die Postmoderne – eine neue Aufwertung oder das endgültige Verschwinden des Landlebens?
7.1 Der Bruch zu Beginn der 1980 er Jahre und seine Ursachen
7.2 Der wirtschaftliche Wandel: Entstehen neue Arbeitsplätze auf dem Land?
7.3 Neue politische Zielsetzungen für den ländlichen Raum
7.4 Bevölkerungsentwicklung: Abwärtsspirale oder erneuter Aufschwung?
7.5 Siedlungsentwicklung: Die Entstehung der «Zwischenstadt»
7.6 Der ökologische Wandel: Agrarwüsten, Wildnisgebiete und der neue Umweltschutz
7.7 Der kulturelle Wandel: Von der selbstverständlichen zur selbstgewählten Tradition
7.8 Gibt es heute noch ein Landleben?

8. Welche Zukunft für das Landleben?
8.1 Bilanz: Das Landleben ist unverzichtbar
8.2 Mögliche zukünftige Entwicklungen des Landes
8.3 Leitideen für die Aufwertung des Landlebens
8.4 Ausblick

Anhang
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Sachregister

Pressestimmen

"Indem diese Studie diese Phänomene und Entwicklung aber pointiert und kenntnisreich schildert, ihre Kritik auf fruchtbaren Boden gründet, ihren Wunsch nach einer Rekultivierung des Landlebens mit Augenmaß und ohne vorschnelles Klischeedenken oder kurzlebige Maßnahmen vorbringt, legt sie einen soliden Grundstein für eine bisher unzureichend und zu zögerlich geführte Diskussion.“
Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte, Beate Tröger


"Gegen das deprimierende Szenario von menschenleeren Einöden, die im besseren Fall Naturschutzgebiete und im schlechteren agroindustrielle Monokulturen sind, hat der Kulturgeograph Werner Bätzing ein engagiertes Buch geschrieben. (…) Er kennt sowohl die Geschichte des Lebens auf dem Land wie auch die realen Gegebenheiten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sonja Asal


"Bätzing zieht sehr lange historische Linien, das erinnert an die Geschichtsschreibung der französischen ‚Annales‘-Richtung.“
Tagesspiegel, Werner van Bebber


"Es ist eine scharfe und sehr dichte Analyse, die Bätzing aus seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Thema mitnimmt. Und eine ungewöhnliche (...).“
Falter, Gerlinde Pölsler


"Seine breit angelegte, historisch fundierte Darstellung steht quer zu den üblichen Sichtweisen und lässt das Landleben in einem völlig neuen Licht erscheinen.“
Deutscher Alpenverein, Jochen Cantner


"Bätzing (ist) ein schlüssiges und mutmachendes Werk gelungen, das sich fatalistischen Reden entschieden entgegenstellt, ohne dabei den ländlichen Raum zur Idylle zu verklären.“
SWR2, Roman Kaiser-Mühlecker


"Eine umfassende, fundierte Darstellung vom Entstehen frühester Siedlungen bis in unsere Gegenwart.“
Volksfreund, Fritz-Peter Linden


"Ein kluges Buch über die Geschichte und Zuversicht des ländlichen Raumes."
Hochparterre


"Werner Bätzing hat in seinem lesenswerten Buch ´Das Landleben. Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform‘ nicht nur den Zustand damals und heute erforscht, sondern liefert auch Vorschläge, wie Stadt und Land künftig besser – und gleichberechtigter – nebeneinander gedeihen können.“
Baumeister, Sabine Schneider


"Ein Standardwerk (…) gut lesbar und gut recherchiert (…) erhellendes Buch.“
Bayrischer Rundfunk Cordsens Buchtipp, Knut Cordsen


"Äußerst kundig in klar strukturierter Darstellung.“
Der Freitag, Erhard Schütz


"Kulturgeograph Werner Bätzing über arrogante Städter und frustrierte Landbewohner, verklärte Vorstellungen und triste Realitäten und warum wir die Provinz gerade in unruhigen Zeiten brauchen.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Judith Lembke


"Ein informatives Buch mit zahlreichen historischen Bezügen.“
SonntagsZeitung


"Bätzing macht klar, warum er das Landleben für unverzichtbar hält und mit welchen Strategien und Leitideen es gegen die Verzichtbarkeitserklärungen neoliberaler Apologeten gerettet werden kann.“
Leipziger Volkszeitung