Cover: Woller, Hans, Thomas Mann

Woller, Hans

Thomas Mann

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Woller, Hans

Thomas Mann

Biographie eines Politischen.

Thomas Mann ist in aller Munde – vor allem als Homosexueller und als Oberhaupt einer Art deutscher Kulturroyals, deren morbide Geschichte unentwegt Stoff für Bestseller zu liefern scheint. Seine Werke werden hingegen immer weniger gelesen. Droht auch Thomas Mann das Schicksal anderer Klassiker, ein «rasch verstaubendes Kuriosum für Archivare» zu werden? Der Historiker Hans Woller setzt einen ganz anderen Akzent und zeigt, dass die bleibende Bedeutung Thomas Manns vor allem in seinem politischen Wirken zu sehen ist.

Ungeachtet seiner Selbstinszenierung als entrückter Apostel der reinen Kunst war Thomas Mann zeitlebens ein homo politicus, der über Jahrzehnte im Zentrum des politischen Meinungsstreits stand. Vaterlandsverräter, Judengenosse, nützlicher Idiot Moskaus und Herzensdemokrat – man hat ihn verdammt, denunziert und zum Vorbild verklärt. Hans Woller entdeckt den politischen Thomas Mann neu und räumt dabei mit vielen Fehlurteilen auf: Der Nobelpreisträger galt als der gefährlichste geistige Widersacher Hitlers, war einer der schärfsten Kritiker seiner Wahlheimat, dem «Gangsterland» Amerika, und schreckte nicht vor Flirts mit dem Sowjetsystem Stalins zurück. Oft hellsichtig, aber ebenso oft Prophet des Irrtums, war der elitäre Patrizier für die Deutschen ein unbequemer Zeitgenosse, der wegen seines Freimuts so leicht in keine Schublade passte. Ob er uns gerade deswegen noch immer viel zu sagen hat?

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-83036-5

Erscheint am 20. August 2026

Rund 432 S.

Hardcover

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Woller, Hans

Thomas Mann

Biographie eines Politischen

Thomas Mann ist in aller Munde – vor allem als Homosexueller und als Oberhaupt einer Art deutscher Kulturroyals, deren morbide Geschichte unentwegt Stoff für Bestseller zu liefern scheint. Seine Werke werden hingegen immer weniger gelesen. Droht auch Thomas Mann das Schicksal anderer Klassiker, ein «rasch verstaubendes Kuriosum für Archivare» zu werden? Der Historiker Hans Woller setzt einen ganz anderen Akzent und zeigt, dass die bleibende Bedeutung Thomas Manns vor allem in seinem politischen Wirken zu sehen ist.

Ungeachtet seiner Selbstinszenierung als entrückter Apostel der reinen Kunst war Thomas Mann zeitlebens ein homo politicus, der über Jahrzehnte im Zentrum des politischen Meinungsstreits stand. Vaterlandsverräter, Judengenosse, nützlicher Idiot Moskaus und Herzensdemokrat – man hat ihn verdammt, denunziert und zum Vorbild verklärt. Hans Woller entdeckt den politischen Thomas Mann neu und räumt dabei mit vielen Fehlurteilen auf: Der Nobelpreisträger galt als der gefährlichste geistige Widersacher Hitlers, war einer der schärfsten Kritiker seiner Wahlheimat, dem «Gangsterland» Amerika, und schreckte nicht vor Flirts mit dem Sowjetsystem Stalins zurück. Oft hellsichtig, aber ebenso oft Prophet des Irrtums, war der elitäre Patrizier für die Deutschen ein unbequemer Zeitgenosse, der wegen seines Freimuts so leicht in keine Schublade passte. Ob er uns gerade deswegen noch immer viel zu sagen hat?
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