Cover: Kellerer, Sidonie, Der Irreführer

Kellerer, Sidonie

Der Irreführer

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Kellerer, Sidonie

Der Irreführer

Martin Heidegger und die Zerstörung der Philosophie.

"Flammen zündet! Herzen brennt!" Im Sommer 1933 bewies Martin Heidegger, frisch gekürter "Führerrektor" der Universität Freiburg, den Machthabern mit einer Bücherverbrennung seine Loyalität. Trotz seiner bekannten Verstrickung in den Nationalsozialismus gilt Sein und Zeit bis heute als philosophisches Jahrhundertwerk - Jürgen Habermas nannte es "den tiefsten Einschnitt in der deutschen Philosophie seit Hegel". Sidonie Kellerer stellt diesen Mythos nun grundlegend infrage: Heidegger führte die Öffentlichkeit nicht nur über seine Rolle im NS in die Irre. Die Irreführung war Kern seines Denkens.

Als 2014 die Schwarzen Hefte veröffentlicht wurden, war die Empörung über den darin offenkundigen Antisemitismus groß. Doch diese Denktagebücher liefern zugleich eine Leseanleitung für Heideggers Gesamtwerk. Sidonie Kellerer nimmt sie beim Wort und belegt eindrücklich, dass Heidegger nicht nur seine biografische Verstrickung systematisch verschleiert und gezielt seine eigene Rezeption gesteuert hat. Sein Werk selbst ist zudem von einer Logik des penetranten Andeutens geprägt, das die Grundlagen vernünftigen Philosophierens unterminiert. Zum hundertsten Jahrestag von Sein und Zeit räumt Kellerer mit der Vorstellung auf, von Heideggers "Philosophie" sei noch irgendetwas zu retten: Statt Philosophie betrieb er rechte Metapolitik und verwandelte die Arbeit am Begriff in die Einführung eines elitär-völkischen Kults.

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Bibliografie

978-3-406-85928-1

Erscheint am 15. März 2027

Rund 450 S.

Hardcover

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Kellerer, Sidonie

Der Irreführer

Martin Heidegger und die Zerstörung der Philosophie

"Flammen zündet! Herzen brennt!" Im Sommer 1933 bewies Martin Heidegger, frisch gekürter "Führerrektor" der Universität Freiburg, den Machthabern mit einer Bücherverbrennung seine Loyalität. Trotz seiner bekannten Verstrickung in den Nationalsozialismus gilt Sein und Zeit bis heute als philosophisches Jahrhundertwerk - Jürgen Habermas nannte es "den tiefsten Einschnitt in der deutschen Philosophie seit Hegel". Sidonie Kellerer stellt diesen Mythos nun grundlegend infrage: Heidegger führte die Öffentlichkeit nicht nur über seine Rolle im NS in die Irre. Die Irreführung war Kern seines Denkens.

Als 2014 die Schwarzen Hefte veröffentlicht wurden, war die Empörung über den darin offenkundigen Antisemitismus groß. Doch diese Denktagebücher liefern zugleich eine Leseanleitung für Heideggers Gesamtwerk. Sidonie Kellerer nimmt sie beim Wort und belegt eindrücklich, dass Heidegger nicht nur seine biografische Verstrickung systematisch verschleiert und gezielt seine eigene Rezeption gesteuert hat. Sein Werk selbst ist zudem von einer Logik des penetranten Andeutens geprägt, das die Grundlagen vernünftigen Philosophierens unterminiert. Zum hundertsten Jahrestag von Sein und Zeit räumt Kellerer mit der Vorstellung auf, von Heideggers "Philosophie" sei noch irgendetwas zu retten: Statt Philosophie betrieb er rechte Metapolitik und verwandelte die Arbeit am Begriff in die Einführung eines elitär-völkischen Kults.
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